Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Entscheidung MOZ: Abriss doch möglich?

Bürgerdialog zeigt Ideen auf

„Rettet das MOZ!“, hieß es im Juli 2015 beim Bürgerentscheid, der über das Schicksal des Mozartareals entscheiden sollte und so war es. Die Würzburger wählten und zwar, dass es erhalten und saniert werden soll. Einige Zeit später dann die Diskussion, ob Flüchtlinge im MOZ untergebracht werden könnten, gefolgt von einem Bürgerdialog, bei dem die Bürger Ideen aufzeigen sollten, wie das Areal genutzt werden könnte. Und nun, wie sieht der derzeitige Stand zum MOZ aus?

Vorschlag der Nutzung als evangelisches Gymnasium

Im Rahmen des Bürgerdialogs, aber auch von der evangelischen Kirche wurde auch die Nutzung der Mozart-Schule als evangelisches Gymnasium an die Stadt herangetragen. Laut der Stadt Würzburg wurde dieser Vorschlag geprüft und erscheint grundsätzlich möglich und sogar für beide Seiten gewinnbringend. Entscheiden müsse darüber jedoch der Stadtrat. Im Februar sollen die Nutzungsvorschläge zum ersten Mal Thema im Stadtrat sein und darunter falle laut Stadt auch der Vorschlag des evangelischen Gymnasiums. Die inhaltliche Planung müsse aber von dem potentiellen Bauherren kommen und dieser wäre in dem Fall die evangelische Kirche.

Stadtrat beschließt weiteres Vorgehen

Laut der Stadt Würzburg bekommt der Stadtrat bei der Sitzung im Februar außerdem eine Vorlage mit Bewertungen der Ideen aus dem Bürgerdialog, bei dem es vorrangig um das Schulareal ging und kann über das weitere Vorgehen beschließen. Der Stadtrat werde auswählen, welche der einzelnen Vorschläge weiterverfolgt werden und welche nicht. Für den Kardinal-Faulhaber-Platz wurden bereits zwei Möglichkeiten durch den Stadtrat abgelehnt. Die SPD hatte eine komplette Bebauung des Platzes vorgeschlagen, die Grünen eine komplette Begrünung.

Abriss nun doch wieder eine Möglichkeit?

Ein Jahr nach dem Bürgerentscheid im Juli 2015 könnte sogar wieder der eigentlich abgelehnte Abriss diskutiert werden. Noch liegen der Verwaltung keine Anträge dazu vor, laut Angaben der Stadt Würzburg könne man aber natürlich nicht wissen, was die verschiedenen Fraktionen beantragen werden. Der Bürgerentscheid würde seine Bindung formal nicht verlieren, der Stadtrat ist jedoch ein Jahr nach dem Bürgerentscheid wieder frei, neue Anträge zu stellen oder Beschlüsse zu fassen. OB Schuchardt betonte bereits im Dezember letzten Jahres, dass die moralische Bindungswirkung den Bürgern gegenüber nicht entfällt. Der Stadtrat müsse dabei immer das Gesamtwohl Würzburgs im Auge behalten, so die Stadt.

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