Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Feuerwehrler beherrschen das Boot auch bei reißender Strömung

Gefahr für Leib und Leben

VOLKACH. Hochwasser, enorme Wassermassen und die daraus resultierende Strömung sind Gefahr für Leib und Leben. Das bewies unter anderem das letzte Hochwasser 2013. Damals stürzten Kanufahrer in die Fluten. Für die Einsatzkräfte erschwerte sich hier eine Rettung, auf Grund der äußeren Umstände.

Verschiedenste Manöver

Schneeschmelze und Regen sorgen aktuell für eine sehr starke Strömung an der Alten Mainbrücke in Würzburg. Die Bootsführer der Feuerwehr Volkach nutzen die Gelegenheit, um unter der Leitung von Gero Müller, Bootsausbilder der Wasserwacht Kitzingen, verschiedenste Manöver zu üben.

Auf dem Plan standen neben den Grundfahrübungen, darunter zum Beispiel das anlegen oder das Wenden auf engen Raum, auch speziell für den Einsatz relevante Manöver.

Ziel des Ausbildungstages war es, den Bootsführern ein Gefühl für die schwierigen Strömungsverhältnisse, sowie das Beherrschen des Bootes und diesen Bedingungen zu vermitteln.

Weiter wurden beispielsweise die verschiedenen Möglichkeiten zur Rettung einer Person aus dem Wasser geübt. Hierzu wurde eine speziell präparierte Pupe, in das Wasser gesetzt.

Nun galt es an die Person, mit dem Boot, richtig hinzu manövrieren und anschließend das Opfer möglichst patientenschonend an Bord zu holen. An dieser Stelle wurden verschiedenste Rettungsgeräte und Tragesysteme getestet.

Bei Tag und Nacht

Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wurden alle Manöver erst bei Tageslicht, dann bei Dunkelheit durchgeführt. Hier kamen die vom Feuerwehrverein beschafften LED-Scheinwerfer ins Spiel, die sich zum wiederholten Mal auch unter den wid- rigen Bedingungen des starken Regens hervorragend bewährten.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass solche Spezialausbildungen notwendig und für kommende Einsätze wichtig sind.

So auch Gero Müller, Bootsausbilder der Wasserwacht Kitzingen: „Solche Strömungsverhältnisse können bei falscher Bedienung des Bootes fatal enden. Unglücke geschehen nicht nur bei schönem Wetter.

Nur durch regelmäßige Ausbildungen, insbesondere bei widrigen Bedingungen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Wasserwacht und Feuerwehr kann im Einsatzfall eine bestmögliche Rettung des Patienten erzielt werden.“

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Feuerwehr Volkach.

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