Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Faschingszug in Finanznöten

Umzug-Motto: „Faschingszug in Gefahr“

Der Faschingszug ist bei Groß und Klein ein Highlight im Veranstaltungskalender, über 100.000 Menschen bevölkern zu diesem Ereignis am Faschingssonntag die Innenstadt. In diesem Jahr trägt der Würzburger Faschingszug ein ganz besonderes Motto, ein, angesichts der wilden Narrenzeit, sehr ernstes: „Faschingszug in Gefahr – Der Pleitegeier schwebt über dem Faschingszug.“ Und wie es scheint, schwebt er nicht nur, er befindet sich bereits im Anflug auf Würzburg. Denn der Elferrat hat finanzielle Probleme und machte durch eine, mit dem Motto beklebte Straßenbahn darauf aufmerksam.

Laut Angaben der Main-Post kostet die Faschingsgaudi des Würzburger Umzuges, des Kinderfaschingszugs und des Hätzfelder Faschingszug dem verantwortlichen KaGe Elferrat jährlich etwa 20.000 Euro – unter anderem für Gebühren der GEMA, Müll-Entsorgung, WCs,  Honorare für Rettungs- und Sicherheitsdienst und Musikgruppen und viele Kleinigkeiten.

5.000 bis 6.000 Euro trägt der Verein

Schon seit sechs Jahren kostet die Teilnahme für Gruppen – wer mit einem Motivwagen dabei sein will, muss 50 Euro zahlen. Wenn Musik gespielt wird, werden weitere 20 Euro für die GEMA fällig. Laut der Main-Post müssen heuer aber zum ersten Mal auch Fußgruppen zahlen und zwar einen Beitrag von 20 Euro. Die entstehenden Kosten könnten, so die Tageszeitung, aber längst nicht gedeckt werden. Zugmarschall Michael Zinnhobel äußert gegenüber der Main-Post, dass jährlich 5.000 bis 6.000 Euro der Verein tragen müsse.

Den Gruppen noch höhere Gebühren aufbrummen wolle man aber nicht. Und von der Gastronomie entlang der Zugstrecke Gebühren zu verlangen, halte man für einen zu großen Aufwand für den Verein. Seitens der Stadt hätte man den Zuschuss für den Umzug „bereits etwas angehoben“, so Zinnhobel gegenüber der Main-Post. Dafür müsse man aber, nach den Vorkommnissen bei Großveranstaltungen in der jüngeren Vergangenheit, steigende Kosten für Sicherheitsvorkehrungen befürchten, da die Sicherheit der Besucher an erster Stelle stünde. Mit einer Nullnummer auszusteigen, damit wäre man sehr zufrieden, so Zinnhobel gegenüber der Main-Post, und hofft auf Spenden von Gastronomen und Besuchern.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT