Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Selbstverteidigung: Wie du dich wehren kannst

Bedrohungen und sexuelle Übergriffe

Tatort Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht: Zahlreiche Frauen wurden ausgeraubt, bedroht und Opfer sexueller Übergriffe. Natürlich sind Ereignisse in solch einem Ausmaß in Würzburg eher unwahrscheinlich, dennoch bekommen wir seitdem immer mehr Nachrichten und Fragen rund um das Thema Selbstverteidigung.

Gefühl von Sicherheit geben

Viele Frauen können abends nicht mehr ohne mulmiges Gefühl aus dem Haus gehen. Grund genug für unsere Redaktion, Euch ein paar Tipps zu geben um Euch ein wenig das Gefühl von Sicherheit zurück zugeben. Einen 100-prozentigen Schutz kann natürlich niemand geben, aber mit der richtigen Kombination aus ein paar kleinen Selbstverteidigungstricks und dem richtigen Pfefferspray, könnte vielleicht doch dem ein oder anderen die Angst ein klein wenig genommen werden.

TMA-Kampfkunstschule

Wir haben bei zwei Experten nachgefragt, wie man sich im Notfall zur Wehr setzen kann. Tarik und Michael, beides Trainer in der Würzburger TMA-Kampfkunstschule, bieten dort einen Selbstverteidigungskurs für Frauen an und sind somit Profis, wenn es darum geht, einen Angreifer in die Flucht zu schlagen.

Tipp 1 (siehe Video)
Situation: Der Täter versucht mit der Hand/Faust auf Euch zu schlagen.
Verteidigung: Mit Eurem Unterarm blockiert ihr den Arm des Täters. Ihr streckt den Arm aus, stecht mit euren Fingern in seine Augen, drückt mit Eurer anderen Hand sein Kinn nach hinten und gibt ihm mit Eurem Knie einen Kick in den Magen. Somit habt ihr fast gleichzeitig zwei sehr schmerzempfindliche Körperstellen getroffen: die Augen und den Magen. So könnt Ihr den Angreifer zumindest für ein paar Minuten außer Gefecht setzen.

Tipp 2
Situation: Der Täter versucht Euch zu würgen.
Verteidigung: Dieser Trick ist recht einfach. Das Einzige was ihr tun müsst, ist einen Eurer Arme zu heben, Euch zur Seite zu drehen und den Arm wieder zu senken. Somit drückt Ihr Euch mit nur wenig Kraftaufwand aus dem Würgegriff des Angreifers.

Tipp 3
Situation: Der Täter versucht Euch anzufassen.
Verteidigung: Der sogenannte Polizeigriff: Hierbei schnappt ihr Euch das Handgelenk des Angreifers, dreht es und biegt seinen Arm auf den Rücken. Wenn ihr den Angreifer anschließend frontal gegen eine Wand drückt oder zu Boden werft, falls keine Wand in der Nähe ist, kann dieser sich nur noch schwer bewegen. Seine Hand wird er nur unter großen Schmerzen befreien können.

Schreit was das Zeug hält

Grundsätzlich sei aber gesagt: Der beste Kampf ist der, der nicht gekämpft wird. Sollte es dennoch zu einer Situation kommen, in der ihr Euch verteidigen müsst, versucht einen kühlen Kopf zu bewahren. Wichtig ist, dass auch andere Personen auf die Situation aufmerksam gemacht werden, deswegen: Schreit was das Zeug hält. Je lauter Ihr seid, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Täter Angst bekommt und loslässt, oder Euch jemand hört und Hilfe holt.

Workshop: „Selbstverteidigung für Frauen“

In der TMA-Kampfkunstschule in Würzburg (true martial arts) wird hierzu ein Workshop angeboten, in welchem Frauen gezielt lernen können, sich perfekt selbst zu verteidigen. Hier könnt Ihr Angriffs- und Verteidigungsübungen lernen, ohne besondere Fertigkeiten zu beherrschen und ohne eine Kampfsportlerin werden zu müssen. Dieser wird am Sonntag, dem 07.02.2016 von 12 Uhr bis 15 Uhr in der Werner-von-Siemens-Straße 53 stattfinden.

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