Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Gastbeitrag: „Es ist ein soziokulturelles Problem!“

Der Bericht über die schrecklichen Übergriffe auf eine junge Studentin aus Würzburg an Silvester in Köln hat viele Leser entsetzt und nachdenklich gemacht. Leser Torsten hat uns ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit in der Diskussion zugeschickt, das wir hier veröffentlichen:

Ein Gastbeitrag von Torsten Heinrich

„Die eigenen Frauen will der gute Deutsche immer noch selbst belästigen dürfen.“

Die „Silvesterfeiern der neuen Art“ in Köln sind etwas mehr als eine Woche her und der Eindruck entsteht, für Manche sei das größte Problem dabei nicht, dass zahlreiche Frauen Opfer wurden, sondern dass die „Islamophoben“ davor schon lange gewarnt hatten. Mit aller Macht versuchen vor allem Linke und Feministen, mit wahnwitzigen Vergleichen und Marginalisierung der Taten, das Ereignis herunterzuspielen. Ob nun mit frei erfundenen Zahlen zum Oktoberfest behauptet wird, deutsche Täter würden genauso wüten, oder ob prominente Linke sexuellen Missbrauch bis hin zur Vergewaltigung mit „ein paar Grabschern“ abtun wollen, an Margarete Stokowski kommt wohl keiner heran. Sie schrieb auf Spiegel Online: „Die eigenen Frauen will der gute Deutsche immer noch selbst belästigen dürfen.“

Es fehlt die Ehrlichkeit!

Auch wenn diese Ablenkungen infam sind, soll in diesem Debattenbeitrag Aufrichtigkeit herrschen. So ist klar, dass auch durch Eingesessene viele Sexualstraftaten begangen werden. Auch dürfte es für eine Frau wohl keinen Unterschied machen, ob ihr Vergewaltiger Mohammed oder Xaver als Vornamen trägt. Das ändert jedoch nichts daran, dass eines in dieser Debatte vor allem fehlt: Die Ehrlichkeit!

Während Köln das prominenteste Beispiel war, kam es praktisch zeitgleich in halb Europa zu fast identischen Taten, in Oslo sind sie an der Tagesordnung. Der rational denkende Beobachter kann da nur noch zu einem Schluss kommen: Das praktisch simultane Vorgehen von Arabern aus der arabischen Halbinsel und dem Maghreb ist soziokulturell induziert. Immer waren die Täter laut Opferbeschreibung junge Araber. Immer gingen sie in Gruppen gegen Frauen vor. Immer wurden diese belästigt, teilweise vergewaltigt oder dahingehende Versuche unternommen, zumeist wurden sie rassistisch beleidigt und oft ausgeraubt.

Zweifel an der tatsächlichen Existenz der Meinungsfreiheit

Wenn in Köln die Polizeiführung wohl die Öffentlichkeit belogen hat und bundesweit Straftaten durch Zuwanderer verheimlicht wurden, wenn Experten im Fernsehen gesagt wird, sobald er von „Flüchtlingen“ spreche, breche man das Interview ab, so sendet dies ein fatales Bild. Wenn 41 Prozent Angst davor haben ihre Meinung zu äußern, dann zweifeln sie an der tatsächlichen Existenz der Meinungsfreiheit. Beides muss praktisch dazu führen, dass diese Demokratie und die Meinungsfreiheit von den Betroffenen nicht mehr für verteidigenswert gehalten werden.

Wenn aus Gründen der politischen Korrektheit vermeintliche Missstände nicht diskutiert werden dürfen, so lässt sich weder feststellen, ob sie gar nicht existieren, noch lässt sich ihre Existenz öffentlich bestätigen. Wie aber sollen Probleme gelöst werden, deren blanke Existenz noch nicht einmal anerkannt wird? Kein Wunder, dass nun plötzlich überall Berichte von solchen Vorfällen auftauchen, sobald einmal die Schweigespirale durchbrochen ist. Schon Ayn Rand wusste zu sagen: „Man kann die Realität ignorieren, nicht aber die Folgen des Ignorierens der Realität.“

Diffamierung von Kritikern muss aufhören

Was wir jetzt brauchen, ist Ehrlichkeit. Schonungslose Ehrlichkeit. Die Diffamierung von Kritikern der aktuellen Politik muss aufhören. Auch wenn es natürlich Rassisten unter den Kritikern der Politik der offenen Tür und unter den Islamkritikern gibt, so trifft dies bei weitem nicht auf jeden zu. Belügt man die Menschen jedoch weiter wie in der Vergangenheit und diffamiert man sie weiterhin, so werden nicht nur effektiv die Lösung der Probleme verhindert, man treibt diese Menschen geradezu aus der Demokratie und gefährdet so die Fundamente unseres Verfassungsstaates.

Denn auch wenn die Polizei Straftaten nicht meldet, so haben die Opfer keine Schweigepflicht. Ihre Berichte kursieren daher unbestätigt, was Kritiker als Beleg für eine Unterdrückung der Wahrheit von Seiten der Regierung und Medien interpretieren. Blinde Befürworter der Merkelschen Politik interpretieren es dagegen als „rechte Lügen“. Die Folgen sind eine Verhärtung der Fronten, eine Radikalisierung und ein Abbruch des Dialogs. Das Land wird gespalten und der kritische Teil fühlt sich zunehmend nicht mehr in unserem Verfassungsstaat heimisch.

Ignorieren wir den Hohn, dass jetzt Politiker das zu fordern beginnen, was für sie noch im Dezember 2015 mindestens rechtspopulistisch gewesen ist. Ignorieren wir die Beleidigungen und Diffamierungen. Wenn es einer konstruktiven Lösung der Probleme dient, ist dieses Zurückstecken ein kleiner Preis.

Taten an Silvester soziokulturell

Was wir jetzt brauchen ist schonungslose Ehrlichkeit. Wenn wir nun endlich einmal gemeinsam die Aufrichtigkeit besitzen anzuerkennen, dass diese Taten zu Silvester soziokulturell sind, dann können wir nämlich den so dringend notwendigen nächsten Schritt gemeinsam machen. Wir können darüber diskutieren, wie wir dieses Problem beseitigen. Nicht nur, um den aktuell existierenden Generalverdacht abzubauen, weil ihm die Grundlage entzogen wird. Sondern auch, weil jeder durch Prävention verhinderte Täter zugleich auch verhindert, dass Unschuldige zum Opfer werden. Dies darf nicht durch politisch korrekte Sprachverbote oder Ideologien verhindert werden.

Jetzt muss ein ehrlicher Dialog stattfinden, dessen Ziel nicht eine Vertuschung oder das Kleinreden ist, sondern eine Lösung des unzweifelhaft bestehenden Problems. Dabei sollen sich natürlich auch jene Linken und Gutmenschen beteiligen, die bislang die Existenz schlicht abgestritten haben. Vielleicht sind ihre Lösungen ja sogar besser. Aber wir sind es den Opfern schuldig, dass wir alles tun, damit solche Taten in der Zukunft aus unserer Gesellschaft verbannt werden.

Über Torsten Heinrich

Torsten Heinrich M.A. ist Würzburger Historiker und Autor. Nach seinem Studium der Geschichte war er als Unternehmer tätig und machte einen kurzen Ausflug in die Politik. Als frühes Mitglied half er beim Aufbau der AfD in Unterfranken, wurde erster unterfränkischer Bezirksvorsitzender und erster Bundesvorsitzender der Jungendorganisation JA. Als Liberaler fühlte er zunehmend nicht mehr in der Partei heimisch, sodass er angesichts der Unterstützung der Partei für die Aggression Russlands gegen die Ukraine die Partei im März 2014 verließ. Heute arbeitet er als Autor und Publizist, sowie als Synchronsprecher. Sein letztes Buch war der nicht ganz ernst gemeinte: „Überleben in der Zombie-Apokalypse: Der ultimative Ratgeber“. Hier geht’s zu seinem Buch. Darüber hinaus bloggt er auf www.torstenh.de.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an:redaktion@wuerzburgerleben.de.

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