Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Aus Wut über den Silvesterlärm: 53-Jähriger hat gezielt geschossen

Ermittlungsverfahren wegen Mord

BAMBERG. Nachdem es am Dienstagabend im Fall der getöteten 11-Jährigen Janina, zu einer Festnahme eines Tatverdächtigen gekommen war, sind heute weitere Details und Hintergründe bekannt gegeben worden.  Die Staatsanwaltschaft Bamberg führt gegen einen 53-jährigen Festgenommenen ein Ermittlungsverfahren wegen Mord.

Der 53-jährige Tatverdächtige hat aus Wut und persönlichem Frust über seine Lebenssituation am Neujahrsmorgen auf eine Personengruppe vor seinem Haus geschossen und dabei die Elfjährige tödlich verletzt. Er ist weitgehend geständig.

Wie auf der Pressekonferenz heute von der Staatsanwaltschaft Bamberg bestätigt wurde, wird gegen einen 53-jährigen Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes geführt. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

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Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 53-jährigen Kraftfahrer, der zuletzt in der JVA Ebrach beschäftigt war. Wie Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager bestätigte, soll der Mann in psychisch labiler Verfassung sein.

Bei der akribischer Ermittlungsarbeit der SOKO Unterschleichach und der Staatsanwaltschaft Bamberg, kristallisierte sich der Mann aus Unterschleichach immer mehr heraus. Auch da sich im Rahmen der Polizeibefragungen ein von ihm angegebenes Alibi als falsch erwies.

Gezielt auf Personengruppe geschossen

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat der 53-Jährige in der Silvesternacht mehrfach in Richtung eine feiernden Gruppe geschossen. In einer ersten Vernehmung gab der Mann an, dass er durch den Silvesterlärm geweckt wurde, der von feiernden Personen auf der Straße ausging.

Er ärgerte sich nach seinen Angaben derart über die Störung, dass er  mit seiner Waffe 3-4 mal in die Richtung geschossen, wo der vermeintliche Lärm herkam. Im Rahmen der Silvesterfeierlichkeiten hatten sich auf der Straße „Am Käppela“ mehrere Personen aufgehalten.  Hierbei wurde die 11-Jährige Janina von einem Geschoss aus einer Kleinkaliberwaffe am Kopf getroffen. Trotz der intensiven Bemühungen der Ärtze verstarb das Mädchen wenige Stunden später im Krankenhaus.

 

 

 

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