Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Vier Fälle von Internetkriminalität

Vermeintliches Schnäppchen bei Ebay

KARLSTADT. Allein am Freitag wurden bei der Polizeiinspektion Karlstadt vier Straftaten aus dem Bereich der Internetkriminalität angezeigt. Einem 36-jährigen Mann kam ein vermeintliches Schnäppchen bei Ebay-Kleinanzeigen teuer zu stehen. Denn das für 200,00 € gekaufte Notebook, ein MacBook Air der Marke Apple, kam nach der Überweisung des Kaufpreises nie bei dem Geschädigten an.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Ebay-Kleinanzeigen eine Art elektronischer „Flohmarkt“ ist und die Ware immer bei dem Verkäufer abgeholt und in bar bezahlt werden sollte.

Im Gegensatz zu Ebay gibt es bei Ebay-Kleinanzeigen keinerlei Käuferschutz.

Krimineller Onlineshop-Betreiber

Ein 53-jähriger Mann fiel auf einen kriminellen Onlineshop-Betreiber herein. Der Mann war auf der Suche nach einem neuen Mobiltelefon in einem deutschen Onlineshop fündig geworden. Nach der Überweisung des Kaufpreises in Höhe von 178,85 € erhielt der Käufer auch ein Vierteljahr später immer noch nicht sein Mobiltelefon.

Bereits 400 Strafanzeigen

Obwohl vom Shop Betreiber schriftlich angeboten, erhielt er den Kaufpreis nicht mehr zurück. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass derzeit bundesweit bereits 400 Strafanzeigen gegen den Betreiber des Onlineshop vorliegen.

Käufer sollten immer misstrauisch werden, wenn ein Onlineshop, wie in diesem Fall, lediglich den Kauf per Vorkasse anbieten. Besondere Vorsicht ist geboten, da der Online-Shop immer noch online ist und verschiedenste elektronische Waren anbietet.

Mittels „Phishing“  Geld erlangt

Der Klick auf den Link einer gefälschten E-Mail von PayPal, einer sogenannten Phishing-Mail, führte für einen 59-jährigen zu einem Vermögensschaden von 305,70 €. Gutgläubig hatte der Empfänger der E-Mail auf den Link geklickt, um sich neu zu autorisieren.

In der E-Mail wurde ihm angekündigt, dass sein PayPal-Konto gesperrt werden würde, wenn er sich nicht neu autorisiert. Auf der neuen Interseite wurden dann die persönlichen Daten und die Kreditkartendaten abgefragt. Am 07.01.16 erhielt der Geschädigte schließlich einen Anruf seiner Hausbank, dass auf seiner Kreditkarte ungewöhnliche Abbuchungen aus London festgestellt wurden.

Diese Phishing-Mails stellen leider keine Seltenheit dar. Empfänger von E-Mails ihrer vermeintlichen Bank, von Bezahldiensten oder Online-Shops, in denen neue Autorisierungen gefordert werden, sollten daher nicht auf dort hinterlegte Links klicken, sondern immer über die Adresszeile ihres Browsers die Homepage des Anbieters aufrufen und sich dort anmelden.

Gefälschte Freundschaftsanfrage von Facebook

Über eine gefälschte Freundschaftsanfrage von Facebook wurden die persönlichen Daten einer 39-jährigen ausgespäht. Da im Anschluss auch die Handy-Nummer der Frau abgefragt wurde, konnte über ihre Handynummer bei einem sogenannten Drittanbieter durch den Täter ein Bezahldienst in Höhe von 49,32 € in Anspruch genommen werden.

Neue Masche um Geld zu erlangen

Bei dieser Masche handelt es sich um eine relativ neue Vorgehensweise. Der Täter kopiert einen bestehenden Facebook-Account und verschickt Freundschaftsanfragen. Sobald das Opfer die Freundschaftsanfrage annimmt, hat der Täter Zugriff auf die persönlichen Daten. Im Anschluss wird unter einem Vorwand, wie z. B. dem Verlust der Handynummer, über Facebook nach der Telefonnummer gefragt.

Täter kontaktiert Opfer über Facebook

Mit den ausgespähten Daten ist es dem Täter möglich verschiedenste Online-Dienste zu nutzen. Eventuelle Sicherheitsfragen erscheinen bei dem Opfer, welches die Freundschaftsanfrage angenommen hat, als SMS.

Aus diesem Grund kontaktiert der Täter erneut das Opfer per Facebook und bittet darum den per SMS übermittelten Code an ihn zu übermitteln. Da das Opfer davon ausgeht mit einem Freund zu kommunizieren, wird meistens der Code übermittelt. Ab diesem Zeitpunkt hat der Täter die Möglichkeit verschiedenste Bezahldienst auf Kosten des Opfers zu nutzen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Karlstadt.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT