Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Linksextreme beschädigen Gebäude einer Polizeidienststelle

Kripo hofft auf Zeugenhinweise

WÜRZBURG. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben Unbekannte das Gebäude einer Würzburger Polizeidienststelle beschädigt. Durch Würfe mit Steinen und Farbbeuteln entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

In der Zeit zwischen Donnerstag, 19:30 Uhr, und Freitag, 06:25 Uhr, hatten die Täter das Gebäude der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt in der Nürnberger Straße beschädigt. Mehrere Steine warfen die Unbekannten von außen gegen die sicherheitsverglaste Eingangstüre, die dadurch splitterte. Weiter entstanden am Eingangsbereich Schäden durch den Bewurf mit Behältnissen, die mit Farbe befüllt waren. Die Täter flüchteten unerkannt.

Nach der Aufnahme der Ermittlungen durch die Kripo Würzburg wurde bekannt, dass kurz vor 05:00 Uhr ein sogenanntes Bekennerschreiben auf einer einschlägigen Internetseite der linken Szene eingestellt worden war.

„Bullenwache in Würzburg angegriffen“

Mit folgenden Worten bekannten sich Unbekannte unter dem Pseudonym „bullenwachen bunter machen“, auf einer Plattform für überwiegend linksextreme Botschaften:

„In dieser Nacht wurde die Polizeistation in der Nürnberger Straße mit Steinen und Farbe angegriffen. Diese Aktion ist Ausdruck des Widerstandes gegen die staatlichen Repressionsorgane und eine Aktion der Solidarität mit Menschen, die tagtäglich unter Polizeiwillkür und Polizeigewalt leiden müssen. Durch ihr „Gewaltmonopol“ halten die staatlichen Machtorgane das kapitalistische und menschenverachtende System am Laufen, wenn sie beispielsweise gegen Geflüchtete vorgehen, Demonstrationen gewaltsam auflösen, Menschen ihrer Freiheit berauben, emanzipierte Bewegungen zerschlagen wollen, die Bevölkerung überwachen, etc. Gegen dieses Gewaltmonopol gilt es entschlossen und mit allen Mitteln anzukämpfen. Ebenso möchte diese Aktion auf den 11. Todestag von Oury Jalloh aufmerksam machen, welcher am 07.01.2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt wurde. Auf jede Form von Polizeigewalt muss es eine Antwort geben!“

Der Sachbearbeiter hofft jetzt bei den weiteren Ermittlungen auch auf Zeugenhinweise. Wer die Tatausführung beobachtet hat oder Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

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Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und eigenen Recherchen.

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