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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Uniskripte werden 2016 noch pauschal abgerechnet

Hoher bürokratischer Aufwand

Laut Gerichtsurteil sollen künftig alle Seiten der Skripte, die an den Unis ausgegeben werden bei der VG Wort gemeldet und bezahlt werden, so die Süddeutsche Zeitung. Dies hatte die Verwertungsgesellschaft vor Gericht für 2016 erfolgreich eingeklagt. Die Folge: enormer zusätzlicher Aufwand für Dozenten und Professoren. Doch für das kommende Jahr heißt es nochmal aufatmen, die Kultusministerkonferenz und die VG Wort einigten sich darauf, im Jahr 2016 die pauschale Abrechnung vorerst beizubehalten.

Seiten einzeln zu vergüten

In den Hochschulen ist es Gang und Gebe, dass Dozenten ihren Studierende im Intranet Skripte zum Download hinterlegen, die mit Zitaten und Quellen versehen sind. Momentan rechnen die Unis diese Praxis pauschal mit der Verwertungsgesellschaft ab. Dies soll sich künftig ändern: die VG Wort hat vor Gericht erreicht, dass die Seiten einzeln zu erfassen und zu vergüten sind, berichtete die SZ.

Künftig keine Skripte mehr?

Der enorme Bürokratieaufwand der mit dieser Neuregelung auf die Universitäten zukommt könnte zur Folge haben, das Hochschulen künftig keine Skripte mehr zur Verfügung stellen, da die Unis den Aufwand nicht stemmen können oder wollen. Das bedeutet wiederum einen zusätzlichen Aufwand für die Studierenden, die nicht mehr bequem aus ihren Skripten lesen und lernen können, sondern sich die entsprechende Literatur und Textstellen selbst zusammentragen müssen.

Prozess soll vereinfacht werden

Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung erklärten die Kultusministerkonferenz und die Verwertungsgesellschaft VG Wort in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass „die gemäß § 52a UrhG gesetzlich erlaubten Intranetnutzungen an öffentlichen Hochschulen, wie sie beispielsweise für digitale Semesterapparate von Bedeutung sind, im Jahr 2016 nochmals über eine angemessene Pauschalzahlung zu vergüten“.

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Anfang 2016 soll dann darüber nachgedacht werden, wie der Prozess der Vergütung einzelner Seiten für Unis sinnvoll und einfacher gehandhabt werden kann, so die SZ. Inwiefern die mit dem Urteil verbundene Neuregelung bereits 2017 in Kraft bleibt abzuwarten.

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