Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Babyglück: Liebe Nachbarn, ich bin Mama!

Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Julia Back: 

Ich bin da, Mama!

Und ich hatte euch gewarnt. Mit dem Baby könnten wir uns endlich für das permanente Stühlerücken oder den schlechten Musikgeschmack revanchieren. Die Idee lag nahe, unser schreiendes Kind einfach möglichst nah an die Zimmerdecke zu halten. Auch wenn wir das (natürlich!) nie vorhatten, ist es gar nicht nötig. Unsere Tochter ist laut genug. Und zwar richtig laut! Unsere Nachbarn haben uns glücklicherweise versichert, dass sie unser Baby gar nicht hören. Ich bin mir da nicht so sicher… Ich höre sie über uns putzen und sie hören nicht, wie sich unser Kind bei Bauchkoliken die Seele aus dem Leib schreit? Danke, liebe Nachbarn!

Jetzt ist das Baby gesund und munter auf der Welt und das Verhältnis zu den Nachbarn hat sich tatsächlich verändert. Es ist noch besser geworden. Wurde früher nur ein schnelles „Hallo“ im Treppenhaus gemurmelt, wird jetzt erst einmal ausgiebig unsere Tochter bewundert. Plötzlich bekommen wir Glückwunschkarten von Menschen, deren Vornamen wir nicht einmal kannten. Und es werden erstaunlicherweise immer mehr Nachbarn, die plötzlich auftauchen. Nicht nur mehr die aus dem eigenen Haus, deren Pakete man sporadisch annimmt.

Verantwortung für ein kleines Wesen

Nun kommen auch Menschen aus den Nachbarhäusern in unser Leben. Schließlich gilt es – und das haben alle gemeinsam – in den Kinderwagen zu schauen. Dank unserer Tochter haben wir nun sehr viel mehr liebe Nachbarn. Was hat sich noch durch die Geburt unseres Kindes geändert? Alles! Natürlich hatte ich vorher so meine Vorstellungen und Vermutungen. Lange Spaziergänge am Main wollte ich machen. Oder mich täglich mit Freunden im Café treffen. Wie naiv werden die meisten Mütter denken. Und sie haben Recht. Dieses neue, aufregende Leben muss erst einmal kennen gelernt werden. Da fällt es plötzlich nicht mehr so leicht sich kurzfristig auf ein Eis zu verabreden.

Schließlich habe ich nun die Verantwortung für ein kleines Wesen – und das steht an erster Stelle. Ist meine Tochter gewickelt, gestillt oder muss ich sie noch einmal umziehen? Viele verstehen das erst einmal nicht. Es ist merkwürdig für sie, dass man von einen auf den anderen Tag weder spontan noch flexibel ist. Doch viele mehr (und das ist die Hauptsache) freuen sich über den Nachwuchs. Kommen vorbei, wiegen ihn in den Schlaf oder versuchen sich sogar am Wickeltisch. Dass unsere Tochter vielen so viel Freude bringt ist fantastisch!

„Das Beste, was uns je passiert ist!“

Wir haben uns natürlich während der Schwangerschaft auf das Baby gefreut, konnten uns aber gar nicht explizit vorstellen, wie sehr die Kleine alles verändern würde. Wie auch? Und heute, zwei Monate nach der Entbindung? Können mein Mann und ich uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Auch wenn wir jetzt nicht mehr spontan oder flexibel sind – unsere Sophia ist das Beste, was uns je passiert ist!

Auch wenn es vorläufig keine Kneipenbesuche oder langen Einkaufsbummel mehr gibt. Und auch wenn ich eigentlich gerade viel zu müde bin, diesen Text zu schreiben. Apropos Müdigkeit: Mein Mann nutzt die längeren Nächte mit ihr auf dem Arm schon einmal um Bud Spencer Filme zu schauen. Er ist der Meinung, dass sie den Dampfhammer nicht früh genug lernen kann – damit die Jungs später mal nicht auf dumme Gedanken kommen.

Zur Familie:

Julia und Matthias Back sind frischgebackene (Achtung: Wortwitz) Eltern und sehr verliebt in ihre Tochter. Auch wenn sie vor Schlafmangel manchmal vergessen, welcher Tag überhaupt ist. Obwohl ihre Sophia erst zwei Monate alt ist, ist sie schon wohlerzogen. Das sagen zumindest Familie, Freunde und die Nachbarn. Denn in deren Anwesenheit ist sie ein kleiner Engel. Die Sirene geht erst los, wenn sie die Haustüre hinter sich zumachen. Die Familie freut sich übrigens über Besuch.

5 Klischees rund um das Babyglück

Klischees wollten wir eigentlich vermeiden, aber bei diesen fünf machen auch wir keine Ausnahme.

  1. Live-Berichterstattung: Ja, auch wir haben Freunde und Familie über den Stand der Dinge aus dem Kreißsaal auf dem Laufenden gehalten. Zwar nicht über Twitter, aber über Facebook und diverse WhatsApp-Gruppen.
  2. 2. Babysprache: Unsere Kleine hat keinen Vornamen mehr. Sie ist unser „Mäuselchen“. Und bei Koliken? Da schmerzt der „Bauchi“.
  3. 3. Schamgefühl: Ist durch das Stillen komplett verloren gegangen. Jetzt kennen sogar die Freunde meiner Freundinnen meine Körbchengröße. Zumindest die, die sich nicht schnell genug weggedreht haben.
  4. 4. Gesprächsstoff: Wir sind frisch verheiratet –und eines unserer wichtigsten Gesprächsthemen ist, was bei unserem Baby in der Windel war. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter aber nur die Taktik abzuschätzen, wer beim nächsten „größeren“Geschäft dran ist.
  5. 5. Exkremente: Ja, da kriegt man beim Windelwechseln tatsächlich auch mal was von ab. Es sei denn man lernt sich schnell genug weg zu ducken.

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