Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Der ESV Würzburg unterliegt dem ERC Ingolstadt

100 Flüchtlinge willkommen geheißen

Würzburg, 07. Dezember 2015: Endlich ist der Winter in Würzburg angekommen, schreibt der ESV in einer Pressemitteilung. So konnte am vergangenen Sonntag das Nikolausspiel wie geplant auf der Eisbahn am Nigglweg stattfinden. Gegner der Eisbären Würzburg war der ungeschlagene Tabellenführer aus Ingolstadt. Doch die Truppe von Head-Coach Tomas Valko wollte den „Schanzern“ das Spiel nicht Kampflos überlassen.

Als besondere Aktion hieß der ESV Würzburg rund 100 Flüchtlinge willkommen, die so wohl zum ersten mal in ihrem Leben ein Eishockeyspiel live verfolgen konnten. In den Pausen mit Tee und Suppe versorgt und bekamen noch eine kleine Nikolaus-Überraschung überreicht. Zu diesen Gästen gesellten sich rund 60 weitere Fans und Zuschauer.

Erste Strafzeit nach 16 Sekunden

Auf dem Eis ging es, laut Pressemitteilung des ESV Würzburg, von Beginn an ordentlich zur Sache, was nach nur 16 Sekunden zur ersten Strafzeit gegen die Hausherren führte, die von Ingolstadt direkt kaltschnäuzig zum 0:1 durch Huber ausgenutzt wurde. Doch die Eisbären zeigten Reaktion und so fiel nur eine Minute später der Ausgleich durch Kacir. Doch wieder waren es die Gäste, die durch Hechtl in der 6. Spielminute mit etwas Glück den im Würzburger Tor unterbrachten und so erneut in Führung gingen. Dem folgte das 1:3 durch Marb in der 9. Minute.

Gewinnspiel während der Pause

Doch die Eisbären gaben nicht auf und so kam man durch zwei konsequent vorgetragene Angriffe in der 18. Minute erst auf 2:3 durch Mustaf heran und konnte nur wenige Sekunden später durch Schuster zum 3:3 ausgleichen. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause, in der es im „Triff das Tor“-Pausenspiel wieder einen Kasten von Kauzen Bräu zu gewinnen gab.

Zweites Drittel gehört Gästen

Das zweite Drittel gehörte nun allein den Gästen. So war es eine 3 gegen 5 Überzahlsituation für Ingolstadt, die Hechtl in der 27. Minute zur erneuten Führung nutzte. Eine weitere Überzahl führte die Schanzer in der 33. Minute zum 3:5. Erneut war es Hechtl, der das Tor erzielte. Nun brachte Würzburg wieder mehr Ruhe ins Spiel, versuchte Strafzeiten zu vermeiden und so den Lauf der Gäste zu stoppen.

Pausenspiel „Triff die Mitte“

Doch Ingolstadt konnte in der 39. Minute ein weiteres Mal einnetzen und so stand es zum Ende dieses Abschnitts 3:6 aus Sicht der Eisbären. Im zweiten Pausenspiel „Triff die Mitte“ wurden dann tatkräftig Pucks zum Bullykreis geworfen, die vorher für eine Spende an die Jugend der Eisbären erworben werden konnten. Die Dame mit dem besten Zielwasser nahm auch einen Kasten Bier von Kauzen Bräu mit nach Hause, bevor es im Abschlussdrittel wieder Eishockey-Action zu sehen gab.

Strafbank zu häufig gedrückt

Die Marschroute aus ESV-Sicht für die letzten 20 Minuten war klar: nochmal heran kämpfen und dem Tabellenführer ein Bein stellen. Letzteres war zwar nicht der Grund für die nächste Strafzeit der Jungs vom Main, doch erneut drückte man zu häufig die Strafbank und so war an eine Aufholjagd nicht zu denken. Im Gegenteil gelang Ingolstadt in der 47. Minute das 3:7 durch Kämpf und in der 52. Minute – Würzburg war erneut mit zwei Mann Unterzahl auf dem Eis – das 3:8 durch Huber.

Eisbären geben nicht auf

Was man dem Team von Tomas Valko hoch anrechnen muss: sie gaben sich auch jetzt nicht auf. Es folgten nun einige Strafen für den ERCI. Eine davon konnte Durnev in der 56. Minute mit einem gezielten Handgelenkschuss am gegnerischen Goalie vorbei ins Tor zum 4:8 befördern. Nun folgte eine 10-minütige Disziplinarstrafe für die Gäste, die diese dennoch in zählbares zum 4:9 in der 59. Minute verwandeln konnten. Das letzte Tor des Abends sollte wenigstens der Heimmannschaft gehören: Zösch schob den Puck in der 59. Minute zum 5:9 Endstand am Ingolstädter Schlussmann vorbei ins Tor.

Nächstes Heimspiel am 11. Dezember

„Das Spiel wurde verloren und doch haben wir bis zum Schluss gekämpft!“ so Kapitän Pleyer, laut Pressemitteilung, nach der Schlusssirene. „Danke an die Zuschauer und unsere Gäste aus den Notunterkünften, die uns an diesem Abend so gut unterstützt haben.“ Das kann man so stehen lassen und so bleibt die Hoffnung, dass beim Heimspiel am kommenden Freitag, 11.12.2015, gegen den EHC Straubing am Ende dann ein Sieg zu verbuchen ist. Bully ist um 20 Uhr, Zuschauer und Fans sind natürlich wie immer herzlich willkommen!

Aufstellung:

ESV Würzburg

Tor: #29 V. Chernavsky & #30 M. Dresel
Verteidigung: #05 A. Durnev „A“, #24 D. Kusmin „A“, #27 V. Zecher, #03 J. Filipp, #16 F. Mundl, #26 T. Schuster
Sturm: #19 S. Kacir, #11 F. Menzel, #20 T. Mundl, #25 J. Pleyer „C“, #14 C. Feulner, #10 A. Dresel, #08 W. Mehler, #15 D. Reiß, #12 J. Förster, #13 L. Linnartz, #07 K. Niedermüller, #28 M. Zösch, #23 M. Mustaf

ERC Ingolstadt

Tor: #84 C. Schmidtmeyer, #85 A. Berger
Verteidigung: #80 B. Huber, #86 M. Speth „A“, #89 F. Grad, #93 F. Schauer
Sturm: #03 C. Hechtl, #13 A. Müller, #07 P. Kämpf, #09 B. Krebs, #14 M. Reinholz, #28 S. Marb, #83 D. Kurnosov. #94 K. Maraun, #90 H. Karpf

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des ESV Würzburg. 

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