Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Thema des Mozartfestes 2016: „Mozarts Europa“

Hoch „Mozart“ über Europa

„Mozarts Europa“ lautet das Thema beim Mozartfest Würzburg vom 3. Juni bis 3. Juli 2016. Das Mozartfest 2016 fragt mit seinen Programmen nach kultureller Vielfalt und Einheit. Es spürt, laut Pressemitteilung des Mozartfestes, dem musikalischen Europa in der Mozart-Zeit nach. Über zehn Jahre war Wolfgang Amadé Mozart auf Reisen, die ihn in zehn Länder des heutigen Europas führten – für ihn ein klingender Erfahrungs­raum. Dieser europäische Klangraum kannte keine Grenzen. Es wurde vielfach europäisch gedacht, während sich politisch und wirtschaftlich ein ganz anderes Europa zeigte – zerstückelt, voller verschiedener Währungen, Zölle und Grenzen, so in der Pressemitteilung des Mozartfestes beschrieben.

Wenn das Mozartfest 2016 stattfinden wird, stehen neue Fragen an das Europa der Gegenwart im Raum. Der Gedanke an ein geeintes Europa sei laut Pressemitteilung erschüttert. Menschen aus anderen Kulturkreisen fliehen unter Einsatz ihres Lebens nach Europa, um hier Schutz und Sicherheit zu finden. Europa ohne Grenzen? Fragen an die Gemeinschaft, an Zusammenhalt und Solidarität suchen Antworten und gemeinsame Lösungen. Auch das werde laut den Organisatoren hineinspielen in das Mozartfest 2016.

Mozart und seine Klassik-Freunde

Mit über 60 Konzerten und Veranstaltungen lädt das Mozartfest dazu ein, klassische Musik in hochkarätigen Besetzungen von Kammermusik, Sinfonik, Vokalmusik bis Weltmusik zu erleben. Dabei stehen selbstverständlich Werke der drei großen Vertreter der Wiener Klassik auf dem Programm: von Mozart, Beethoven und Haydn. Entdeckenswert sind daneben zahlreiche Kompo­sitionen von Zeitgenossen, die das Musikgeschehen an den Höfen europäischer Metropolen geprägt haben: Christian Cannabich, Joseph Martin Kraus, Antonio Salieri, Niccolò Jommelli, Giovanni Paisiello und andere. Abseits des Höfischen gibt es Musik von Komponisten, mit denen Mozart befreundet war, wie Johann Baptist Vanhal, Johann Christian Bach oder Franz Xaver Dušek.

Kit Armstrong als Artiste étoile und Aribert Reimann im Komponistenporträt

Artiste étoile ist in dieser Saison der Pianist und Komponist Kit Armstrong, der als Ausnahmetalent von seinem Mentor Alfred Brendel als „die größte Begabung, der ich in meinem Leben begegnet bin“ bezeichnet wird, so die Pressemitteilung. Armstrong, ein Kosmopolit, wird in sieben Konzerten als Solist, Kammer­musiker und Komponist präsent sein (03./04./12./14./17./18./22.06.). Auf seinen Wunsch hin wird es erstmals ein gemeinsames Kammerkonzert mit Jörg Widmann, dem Artiste étoile aus 2014, geben (22.06.) und eine gemeinsame Matinée Armstrongs mit Alfred Brendel, einem der großen Pianisten des 20. Jahrhunderts (12.06.). Aribert Reimann, einem der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit, ist ein Komponistenporträt gewidmet.

Höhepunkte

Erstklassige Orchester- und Kammerkonzerte im prächtigen Kaisersaal der Würzburger Residenz (UNESCO-Weltkulturerbe) gehören seit dem Mozartfest-Gründungsjahr 1921 zum festen Repertoire, in diesem Jahr unter anderem mit dem Scottish Chamber Orchestra (03./04.06.), dem Orchestre de Chambre de Paris (26./27.06.), dem Kammerorchester Basel (05./06.06.), der Camerata Salzburg (15.06.) und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (24./25.06.).

Mit Altmeister Alfred Brendel (12.06.), Cellistin Sol Gabetta (05./06.06.) und Sir John Eliot Gardiner (24./25.06.), der erstmals beim Mozartfest dirigiert, kommen Weltstars nach Würzburg, so auch die Mezzo­sopranistin Waltraud Meier (02.07.), die ihre Karriere am Würzburger Stadttheater begann und nun für ihr vierzigjähriges Bühnenjubiläum mit einem Liederabend zurückkehrt. Jonathan Nott wird als scheidender Chefdirigent der Bamberger Symphoniker seinen Abschied beim Mozartfest geben mit der Aufführung von Bruckners 8. Sinfonie (30.06.) in der Reihe „Bruckner im Dom“. Die beiden beliebten „Nachtmusiken“ im Hofgarten der Residenz führen mit dem Prager Kammer­orchester in die Hauptstadt Böhmens (10.06.) und in die Welt von Mozarts Opern und seinen berühmten Opernkollegen (02.07.).

Nachwuchstalente

Zu den herausragenden jungen Künstlern zählen, laut Pressemitteilung des Mozartfestes, der italienische Schlagzeuger Simone Rubino (27.06.), das amerikanische Dover Quartet (05.06.), der Tenor Julian Prégardien (02.07.) und Robeat, der als amtierender Europameister im Beatboxen für einen schwungvollen Festivalaus­­klang in der „Jupiternacht“ (03.07.) sorgen wird. So verbindet das Mozartfest auch 2016 wieder große Namen und herausragenden Nachwuchs, Mozart und die Moderne, Traditionsbewusstsein und Risikofreude – ganz wie es sich für den Festival-Namenspatron gehört.

MozartLabor mit Schwerpunkt „Europa im Lied“

Das MozartLabor (12.-14.06.) geht ins dritte Jahr und beschäftigt sich unter dem Festivalthema „Mozarts Europa“ in Workshops und diversen Gesprächsforen mit dem Spannungsverhältnis von kultureller Vielfalt und Identität, Einzigartigkeit und Allgemeingültigkeit. Es berührt gesellschaftliche Prozesse und das Ineinandergreifen von verschiedenen Zeitebenen. Fragen, die in Mozarts Europa gegenwärtig waren und heute aktueller denn je geworden sind.

Im MozartLabor treffen sich Wissen­schaftler, Musiker, Medienschaffende, Kulturmanager, Stipendiaten, Musikproduzenten und Musik­begeisterte, um aus dem Heute heraus ihre Fragen an Mozart und Europa zu richten. Es wird ein vokaler Schwerpunkt mit „Europa im Lied“ gesetzt. Neu im kommenden MozartLabor ist die Sektion Festivalmanagement; sie wird geleitet von Peter Gartiser von der METRUM Management­beratung. Ebenfalls neu ist die Sektion „Schreiben über Musik“, für die Dr. Harald Eggebrecht, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, gewonnen werden konnte.

Vorverkaufsstart am 7. Januar

Das Programmbuch zum Mozartfest 2016 ist ab sofort erhältlich. Es wird auf Wunsch zugesandt und ist auch im Internet unter www.mozartfest.de abrufbar. Der schriftliche Kartenvorverkauf beginnt am 7. Januar. Ab 15. Februar sind die Mitarbeiter des Ticketbüros telefonisch und vor Ort im Karten­büro im Würzburger Rathaus erreichbar, um Fragen zu beantworten und Bestellungen entgegenzunehmen.

Vorverkauf vor dem offiziellen Termin

Ab Dienstag, den 1. Dezember bis Montag, den 23. Dezember gibt es wieder die Möglichkeit sich bereits vor Start des offiziellen Vorverkaufs Plätze für ausgewählte Konzerte des kommenden Mozartfestes zu sichern. Für ausgewählte Konzerte kann man Gutscheine als Weihnachtsüberraschung erwerben. Ein Konzertplatz in der gewünschten Kategorie ist somit gesichert; die Platzkarten werden im Januar zugeschickt. Bei Wunsch nach mehr Flexibilität sind auch Wertgutscheine erhältlich. Der Gutscheinversand per Post erfolgt bei Bestellungseingang bis einschließlich 17. Dezember. Vor Ort im Mozartfest-Büro und in der Tourist-Information im Falkenhaus können bis einen Tag vor Heiligabend Gutscheine gekauft werden. Das Angebot gilt so lange der Vorrat reicht und enthält Konzerterlebnisse ab 28 Euro. Weitere Infos und zur direkten Bestellung der Weihnachtsgutscheine geht’s hier. 

Echo in Medien und Unternehmenswelt

Das von Intendantin Evelyn Meining konzipierte Programm hat auch die Medienpartner wieder überzeugt: es sind zehn Konzertmitschnitte durch den Bayerischen Rundfunk sowie zwei durch Deutschlandfunk geplant. Das Eröffnungskonzert wird am 4. Juni live auf BR-KLASSIK gesendet, ein Video-Livestream ist geplant. Die Arbeit und die Ergebnisse des MozartLabors werden im Rahmen einer Videoproduktion aufgezeichnet. Die nmz (neue musikzeitung), die Main-Post und der Social Media-Partner „Würzburg erleben“ werden das Mozartfest ebenfalls in 2016 weiterhin begleiten.

Seit Jahren stehen dem Festival Unternehmen und Förderer aus Würzburg und der Region zuver­lässig zur Seite. Mit seiner in den letzten beiden Jahren geschärften inhaltlichen Ausrichtung und seinen Ideen zur Weiterentwicklung konnte das Mozartfest für 2016 weitere Partner gewinnen: Der neu gegründete „Unternehmerkreis Mozartfest Würzburg“ vereint lokale Unter­nehmer in dem Wunsch, das Mozartfest zu unterstützen. Auch die BVUK (Betriebliche Vergütungs- und Ver­sorgungs­systeme für Unter­nehmen und Kommunen) engagiert sich erstmals als Sponsor des Mozartfestes.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mozartfestes.

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