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„Sicherheitstipps bei Terroralarm“: Polizei warnt vor EMails

Links und Dateien auf keinen Fall öffnen

Seit dem 14. November 2015 wird die E-Mail Adresse „presse@polizei.bund.de“ missbräuchlich als Absenderadresse für eine SPAM-E-Mail Kampagne benutzt.

Der Versand von E-Mails mit dem Betreff „SICHERHEITSTIPPS FUR“ erfolgt nicht durch Mitarbeiter der Bundespolizei.

Im Anhang der EMail befindet sich ein PDF-Dokument mit Namen „Bundespolizei.pdf“. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass zukünftig auch veränderte Bezeichnungen für das PDF-Dokument gewählt werden.

„Sicherheitstipps bei Terroralarm“

Bezug nimmt die E-Mail auf „Sicherheitstipps bei Terroralarm“, die angeblich von der Bundespolizei verfasst worden sein sollen. Absender der E-Mail ist das Bundespolizeipräsidium in Potsdam.

Die genauen Auswirkungen der Schadsoftware sind derzeit noch nicht bekannt. Es wird geraten, bei solchen oder ähnlich lautenden E-Mails den Anhang der E-Mail nicht zu öffnen bzw. die örtlich zuständige kriminalpolizeiliche Dienststelle zu kontaktieren.

Starke Grammatik- und Rechtschreibfehler

Wie auch in diesem konkreten Fall lassen sich viele verdächtige E-Mails durch Grammatik- und Rechtschreibfehler erkennen. Ebenso wird häufig auch auf eine persönliche Anrede verzichtet.

Nach bisheriger Erfahrung der Kriminalpolizei wird nach dem Öffnen des Anhanges eine Schadsoftware auf PCs installiert, die entweder zum Ausspähen von Daten oder zur Verschlüsselung von Dateien bzw. Ordnern und letztlich zur Erpressung des Geschädigten genutzt wird.

Wenn bereits auf den Link geklickt oder der Dateianhang ausgeführt wurde, sollte das System durch eine entsprechende aktuelle Antiviren-Software überprüft werden; gegebenenfalls muss das System neu installiert werden. Im Anschluss daran, sollten Passwörter für im Internet genutzte Services (Onlinebanking, eCommerce, etc.) von einem nicht betroffenen System geändert werden. Bei aufgetretenen Schäden sollte eine Strafanzeige bei der lokal zuständigen Polizeibehörde in Erwägung gezogen werden.

Weitere Hilfestellung und Informationen zum Umgang mit infizierten Computern bieten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter www.bsi-fuer-buerger.de oder die Initiative „Botfrei“ unter www.botfrei.de.

Quelle: Bundespolizeipräsidium & das Polizeipräsidium Niederbayern.

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