Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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5000 Flüchtlinge vorübergehend in Schweinfurt untergebracht

Stück Gewissheit und gute Nachricht

Ein Stück Gewissheit für die gesamte Region und eine gute Nachricht für die Stadt Schweinfurt – so lässt sich in etwa die Nachricht zusammenfassen, die Landrat Florian Töpper und Oberbürgermeister Sebastian Remelé am Dienstagabend von Staatsministerin Emilia Müller persönlich übermittelt bekommen haben.

Stadt und Landkreis Schweinfurt werden definitiv mit weiteren Zuweisungen von Asylbewerbern rechnen müssen. „Im Gegenzug“, so OB Sebastian Remelé, „konnten wir erreichen, dass der Freistaat den Verkauf der Liegenschaften Askren Manor, Yorktown-Village und Kessler Field an die Stadt Schweinfurt freigegeben hat. Eine Flüchtlingsunterbringung ist dort nun endgültig vom Tisch.“

Insgesamt 5.000 Flüchtlinge

Nach der Information aus dem Sozialministerium wird die Zahl der Flüchtlinge, die in der Region untergebracht sind, insoweit aufgestockt, als auf beiden Liegenschaften (Conn Barracks und Ledward Barracks) inklusive der bereits untergebrachten künftig insgesamt 5000 Flüchtlinge vorübergehend ihr Zuhause haben. Eingeschlossen in diese Summe sind die 2.150 bereits in der Ledward Kaserne untergebrachten Flüchtlinge und die für die Conn Kaserne bereits vorgesehenen 1.600. Wie die Aufteilung der nun zusätzlichen 1.250 zwischen Conn Barracks und Ledward Barracks konkret aussehen wird, ist noch offen.

Obergrenze erreicht?!

Mit der jetzigen Information aus München habe man ein Stück Gewissheit erlangt, mit der man nun Stück für Stück planen könne, sagte Landrat Florian Töpper. Auch wenn die Gesamtzahl von dann 5000 Flüchtlingen nicht der hohen Summe gleiche, die Anfang September einmal zur Debatte stand, sei es dennoch eine beträchtliche Zahl und eine besondere Herausforderung, der man sich offensiv stellen werde. „Ich fordere aber, dass mit den dann 5000 Flüchtlingen die Obergrenze erreicht ist.“

Das unterstrich auch OB Sebastian Remelé: „Wir gehen jetzt in die Kaufverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über die freigegebenen Liegenschaften. Dort können wir nun aktiv unsere Stadtentwicklung vorantreiben, in Askren Manor sollen ab 2017 die Bauarbeiten für ein neues, grünes Wohngebiet beginnen. Auch in den Ledward Barracks wird über die nun beschlossenen Zahlen hinaus keine Flüchtlingsunterbringung stattfinden. Auf den freien Flächen des Ledward-Geländes sollen ebenfalls bereits 2017 die Bauarbeiten für einen neuen Hochschulcampus entstehen.“

Gewinn für die gesamte Region

Unverändert bleiben auch die gemeinsamen Pläne für die Conn Barracks: „Wir haben den Anspruch, den Konversionsprozess so zu gestalten, dass er ein Gewinn für die gesamte Region ist. Für die Conn Barracks heißt das, dass wir nicht nachlassen werden, unseren Wunsch hinsichtlich einer gewerblichen Nutzung weiter zu verfolgen“, so Landrat Töpper.

Insbesondere die beiden von den Conn Barracks betroffenen Gemeinden Niederwerrn und Geldersheim dürfen laut Landrat nicht nachhaltig überfordert werden. Ihre Forderungen wollen der Landrat und die beiden Bürgermeister Bettina Bärmann (Niederwerrn) und Oliver Brust (Geldersheim) bei einem Termin in München der Ministerin deutlich machen. „Wir müssen dauerhaft das Signal aussenden, dass wir im Gegenzug in anderer Hinsicht Unterstützung erwarten.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Schweinfurt. 

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