Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Nach beschmierten Denkmälern: Linke bekennen sich

Bekennerschreiben veröffentlicht

WÜRZBURG. Nachdem Unbekannte erneut zwei Denkmäler in Würzburg beschmiert hatten, ist ein „Bekennerschreiber“ auf einem von Linksextremisten verstärkt genutzten Internetportal veröffentlicht worden. Der Verfasser, der sich „weitere Kriegsgegner_innen“ nennt, schrieb folgende Zeilen:

„In dieser Nacht haben wir das Kriegerdenkmal am Rennweger Ring mit roter Farbe angegriffen. Zudem wurden Parolen wie „Deutsche Täter sind keine Opfer“, „Gegen Deutschland, immer und überall“ & „Kein Vergeben“ an die sogenannten Gedenktafeln und das Denkmal gesprüht. Mit dieser Aktion richten wir uns direkt gegen die zynische und reaktionäre Gedenkkultur, für die dieses Kriegerdenkmal steht.

Auf WürzburgWiki findet sich folgende Textzeile: „Das an Allerheiligen 1931 eingeweihte steinerne Denkmal diente zunächst den Nationalsozialisten als „Helden-Ehrenmal“ und wird heute dagegen als Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten und Mahnmal für den Frieden angesehen“
Durch ein solches geschichtliches Verständnis werden Täter zu Opfern gemacht. Wir sehen dieses Denkmal als ein Hohn für die wahren Opfer des deutschen Faschismus an.
Mit unserer Aktion richten wir uns aber nicht nur gegen den widerlichen Umgang mit den Naziverbrechen von ’33-’45, sondern wollen auch ein Zeichen gegen den wieder erstarkenden Militarismus in Deutschland setzen!

Des weiteren wurde der Studentenstein im Ringpark, gegenüber der Neuen Uni verschönert. Nebst Sprüchen wie „Deutsche Täter sind keine Opfer“ & „Mörder“ wurde dieser ebenfalls mit Farbe markiert.

Burschenschaften nutzen diesen „Gedenkstein“ um weiterhin Rechte Traditionen auszuleben. Diese knüpfen direkt an NS-Riten an.

Würzburg Wiki schreibt:
Die Rückseite trug in Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Studenten die Inschrift: „Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen. Die deutsche Studentenschaft ihren Gefallenen“. Darunter war eine symbolische Eiche mit den Beginn und Ende des Krieges bezeichnenden Jahreszahlen 1914-1918 versehen.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Studentenstein als sogenannter „Langemarckstein“ gefeiert und als Ziel für Parteiaufmärsche eingesetzt. Dafür wurde er leicht versetzt, ein Hakenkreuz wurde angebracht und der Adler vergrößert.

Am 15.11 ist der Volkstrauertag, an dem sich Burschenschaften an diesem Stein versammeln und ihren „Opfern“ gedenken.

Wir kommen wieder! Nie wieder Krieg!“

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