Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Enkeltrick: Betrüger gehen leer aus und „sollen sich schämen“

Enkeltrickanrufe im Stadtgebiet

WÜRZBURG. Zwischen dem Mittwochvormittag und den Nachmittagsstunden sind in mehreren Stadtteilen Enkeltrickanrufer aktiv gewesen. Die Angerufenen reagierten alle richtig und der Polizei ist bislang kein Fall bekannt geworden, in dem es zu einer Geldübergabe kam. Das Polizeipräsidium Unterfranken rät weiterhin zur Vorsicht.

Zwischen 10:15 Uhr und 13:30 Uhr hatten die Telefone von vier Frauen in Versbach und der Innenstadt geklingelt. Am anderen Ende stellten sich Männer und Frauen vor, die mit Fragen wie „Ich bin es, sag bloß, Du weißt nicht wer dran ist?“ versuchten ein Verwandtschaftsverhältnis vorzutäuschen. In einem Fall forderten die Betrüger noch Geld für einen Wohnungskauf. In den anderen drei Fällen kamen die Täter nicht so weit, denn die Masche war den Geschädigten bekannt. Eine Seniorin legte nach dem Appell, dass sich die Anruferin schämen solle, auf.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiterhin vor der Masche, die im schlimmsten Fall die finanzielle Absicherung von Senioren zerstören kann.

Das Polizeipräsidium Unterfranken möchte nochmals eindringlich vor den Enkeltrickbetrügern warnen und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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