Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Einführung der Unisex-Toiletten – auch in Würzburg?

Uni-Kassel schafft Geschlechtertrennung auf Toiletten ab

Die Universität Kassel hat, laut HNA (Hessische Niedersächsische Allgemeine), die Geschlechtertrennung auf einigen Toiletten für eine Woche aufgehoben. Eingeführt wurden nun die „All Gender Welcome“-Toiletten, mit dem Hintergrund, dass sich Menschen, die sich nicht mit einem der klassischen Geschlechter identifizieren können, nicht diskriminiert fühlen. Jedoch stammt die Idee zu dieser interessanten Aktion nicht von der Universität Kassel selbst. Den Anstoß hat die Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Referate gegeben.

Schutz vor Diskriminierung und Ausschluss

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) will dieses Projekt weiter ausbauen und an allen Standorten der Universität Kassel die Unisex-Toiletten verbreiten. Diese Aktion dient dem Ziel, Intersexuelle, also Personen, die genetisch beide Geschlechter in sich tragen und Transsexuelle, also Personen, die sich nicht mit ihrem Geschlecht identifizieren können, vor Diskriminierung und Ausschluss zu schützen, so die HNA. Behinderten-Toiletten seien auch nicht immer getrennt, obwohl diese ebenfalls das Recht darauf hätten. Durch die Unisex-Toiletten wäre auch diese Ungerechtigkeit aufgehoben. Beschriftet werden diese speziellen Toiletten in Kassel nun mit „Sitzklos und Stehklos“ mit allgemeinen Hinweisen darauf, dass diese für alle Geschlechter zugänglich seien.

Doch nicht nur auf Sanitäranlagen, sondern auch an der Universität Kassel soll die Geschlechtertrennung in Mann und Frau kritisch betrachtet werden und die Geschlechterforschung müsse fester Bestandteil der Organisation, im Studium und in der Lehre sein, fordere der Asta die Uni-Leitung, laut HNA, auf.

Würzburg bisher nicht betroffen

Laut dem Kenntnisstand dieser Redaktion steht momentan nicht zur Diskussion, dass die Unisex-Toiletten auch in Würzburg eingeführt werden sollen. Offen bleibt jedoch, ob Unisex-Toiletten tatsächlich vor Diskriminierung schützen oder diese gar noch verstärken.

Sollte es in Würzburg auch die „All Gender-Toiletten“ geben? Was haltet Ihr von dieser Idee?

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