Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Streuobstbestände: Ernten erlaubt!

Streuobstbestände im Eigentum der Stadt Würzburg

„Streu“-Obst sind punktuell oder flächig eingestreute Obstbestände in Grün- und Parkanlagen, die Natur und Kultur verknüpfen sollen und traditionell naturschonend bewirtschaftet werden. Zur Pflege dieser Bäume wird auf jegliche chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet. Meist besteht diese Streuobstlandschaft aus Obstbäumen wie Apfel, Birne, Zwetschge, Kirsche und Walnuss. Auch das Gartenamt der Stadt Würzburg setzt auf diese Baumbestände.

Streuobstwiesen zum Erhalt der Natur

Als Gerüst der Park- und Grünanlagen haben die Streuobstwiesen einen hohen ökologischen Nutzen und dienen über 5.000 Tier- und Pflanzenarten als natürlicher Lebensraum. Außerdem prägen sie besonders während der Blüte das Landschaftsbild und fördern den Erhalt lokaler Obstsorten. Nicht zuletzt beeinflussen sie das lokale Klima, gleichen die Luftfeuchtigkeit aus, filtern die Luft und spenden Schatten.

Besonders in den Gebieten Lehnleite, Kürnacher Berg, Wöllrieder Höhe, Heuchelhof entlang Wiener- und Madrider Ring, Versbach und Oberdrürrbach sind die Streuobstbestände verbreitet. Bisher verfügt die Stadt über insgesamt 1.450 Obstgehölzen. Hier findet Ihr einen Übersichtsplan über die Standorte der städtischen Obstbäume, wo Ihr auch ernten dürft.

Obst ernten für BürgerInnen erlaubt

Ein Besuch auf dem Markt, um frisches Obst aus der Region zu bekommen, ist schön. Saisonale Früchte umsonst ernten zu dürfen, ist aber auch nicht gerade schlecht. Die Stadt Würzburg bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit das Obst zu ernten, solange den Bäumen dabei kein Schaden zugefügt wird. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass beim Pflücken von Kirschen nicht gleich ganze Kronenteile heruntergerissen werden. Grundsätzlich sollten die Bäume pfleglich behandelt werden, schließlich sollen sie noch viele Jahre Früchte tragen.

Außerdem sorgt der Kauf von regionalen Säften und anderen Produkten aus dem Streuobstanbau für den Erhalt der Streuobstwiesen, denn die natürliche Artenvielfalt ist auch in Würzburg gefährdet, daher liegt es auch in der Hand der Bürger die Natur zu schützen.

Baumpaten gesucht

Die meiste Pflegearbeit wird von den Gärtnern des Gartenamtes übernommen, die jedoch wegen der weiten Verbreitung der Streuobstbestände sehr mühselig ist. Daher sucht die Stadt Paten, die die Verantwortung für das Ausmähen um den Baum und den fachgerechten Obstbaumschnitt in der Vegetationsruhe übernehmen. Alternativ zu einer Patenschaft, werden auch Baumspenden angenommen.

Wer Interesse an einer Patenschaft oder Spende für einen Obstbaum hat kann sich per Telefon unter der Nummer 0931/37-4923 oder -41 beim Gartenamt melden oder das Formular ausfüllen und dem Gartenamt zusenden.

Dieser Artikel beruht auf Informationen der Stadt Würzburg. 

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