Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ereignisreiche Halloweennacht

Unterfränkische Polizei bis in die Morgenstunden im Einsatz

UNTERFRANKEN. Bis in die Morgenstunden hat die Halloweennacht die Unterfränkische Polizei beschäftigt. Allen Vorwarnungen zum Trotz haben viele die Nacht für ausgelassene Feiern und Sachbeschädigungen genutzt. Die Polizei war mit verstärkten Kräften im Einsatz und hatte rund 260 Einsätze zu bewältigen, von denen 40 einen direkten Bezug zu Halloween hatten. Im Vergleich zum Vorjahr mit 60 Halloween-Einsätzen war die diesjährige Nacht ruhiger geblieben.

Auch in diesem Jahr waren Schwerpunkte der Einsätze Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Von harmlosen Klingelstreichen, über Streitigkeiten, die wie in Bad Bückenau und in Knetzgau beispielsweise in Körperverletzungen mit Leichtverletzten endeten, über Schmiereien mit Ketchup und Sprühfarbe, Eierwürfen, Ruhestörungen durch überlaute Feiern und abgetretenen Außenspiegeln an Pkw – auch in dieser Halloween-Nacht galt es für die Unterfränkische Polizei wieder eine wahrlich bunte Mischung an Einsätzen abzuarbeiten.

Die Unterfränkische Polizei musste allerdings auch häufiger wegen Böllerwürfen und gesprengten Briefkästen ausrücken. Obwohl das Zünden von Feuerwerkskörpern nur an Silvester erlaubt ist, nutzten insbesondere Jugendliche die Nacht zum nicht ungefährlichen Spiel mit den „Böllern“. Ein regionaler Schwerpunkt ergab sich nicht, die Halloween-Feiernden waren in ganz Unterfranken unterwegs und erst in den Morgenstunden kehrte wieder Ruhe ein.

Mainfranken. Im Stadtgebiet von Würzburg verlief die Nacht insgesamt mit zehn Ruhestörungen und einer Streitigkeit unter Jugendlichen, die auf Halloween-Feiernde zurück zu führen waren, vergleichsweise ruhig. Im Stadtteil Heuchelhof wurden vereinzelt Feuerwerkskörper geworfen. Aktiver waren die Halloween-Anhänger im Landkreis Kitzingen. Auch hier kam es wie überall in Unterfranken zu Eierwürfen auf Wohnhäuser.

Während die Eier sich bei vielen Gebäuden rückstandlos entfernen ließen, entstanden bei einem Wohnhaus in Kitzingen 12 große Flecken und ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro. In Wiesentheid griff eine Polizeistreife am Samstag gegen 21:00 Uhr zwei 13 und 14 Jahre alte Jungs auf, die im Wohngebiet Böller gezündet hatten und auch noch Nachschub in einem Rucksack dabei hatten. Die Böller stellten die Polizisten sicher, die Jugendlichen wurden ihren wenig erfreuten Eltern übergeben. Auch die Marktheidenfelder Beamten griffen Jugendliche auf, die fünf Feuerwerkskörper gezündet hatten.

Mit Axt und Eisenstange

In Eußenheim im Landkreis Main-Spessart hatten ein 17-Jähriger und sein drei Jahre älterer Begleiter über die Stränge geschlagen. Mit einer Axt und einer Eisenstange verfolgten sie maskiert eine Gruppe Kinder, die durch die Aktion verängstigt aber wohlauf waren.

Die Karlstadter Polizei fing die Unruhestifter ein und stellte die Axt sicher. Die jungen Männer gaben an, sie hätten den Kindern lediglich einen kleinen Schreck einjagen wollen. Da das Duo zuvor auch Böller gezündet hatte, erwartet die beiden jungen Männer nun unter anderem eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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