Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Würzburger Handwerk: 280 Arbeitsplätze für Flüchtlinge

280 Arbeitsplätze kurzfristig denkbar

Auf Initiative von Kreishandwerksmeister Josef Hofmann startete die Kreishandwerkerschaft Würzburg eine Umfrage bezüglich der möglichen kurzfristigen Integration von Flüchtlingen in den einzelnen Innungsbetrieben. Diese Bedarfserhebung und die dadurch gezeigte Bereitschaft des Würzburger Handwerks, seinen Beitrag zur Integration zu leisten, übertrafen laut einer Pressemitteilung sämtliche Erwartungen. Mehr als 280 Ausbildungs- und Arbeitsplätze seien kurzfristig denkbar. Dies zeige sehr deutlich, dass man auch lokal und regional wesentliche Maßstäbe zu einem neuen gelebten Miteinander setzen kann, so die Pressemitteilung weiter.

Neue Wege einschlagen

Hier gehe das Würzburger Handwerk mit Kreativität und Initiative in Vorleistung. Den bisher gezeigten unbedingten Willen aller Beteiligten, in Kooperation mit dem Sozialreferat der Stadt Würzburg, der Agentur für Arbeit sowie der Handwerkskammer Service GmbH, gelte es nun zu bündeln und neue Wege zu gehen.

„Dabei müssen Bildungsstand und Qualifikationen, aber auch Neigungen der bei uns Schutz Suchenden, angemessen einbezogen werden. Unter Berücksichtigung der gültigen Rechtslage sollte es in einem sehr frühen Stadium möglich sein, Flüchtlinge mit einer hohen Bleibewahrscheinlichkeit für unterschiedlichste Berufsfelder zu interessieren. Natürlich ist es unumgänglich, parallel dazu, Sprachkenntnisse zu vertiefen und zu erweitern“, heißt in der Pressemitteilung.

Möglichkeit zur nachhaltigen Integration

Die von den Mitgliedsbetrieben aufgezeigten mehr als 280 Arbeits- und Ausbildungsplätze würde eine große, doppelte Chance bieten, die Vorteile zählt Kreishandwerksmeister Josef Hofmann im Folgenden auf:

  • Die Flüchtlinge haben die Möglichkeit zur nachhaltigen Integration, zum schnellen erlernen der Sprache,
    zu fundierter Aus- und Weiterbildung, zur Schaffung einer soliden Existenz ohne Sozialtransfers.
  • Das Handwerk gewinnt mittel- und langfristig neue geeignete Fachkräfte und Mitarbeiter.

Selbstverständlich bedürfe dies der Mithilfe, großer Solidarität, erheblichen Engagements und nachhaltiger Unterstützung durch Arbeitgeber und den neuen Arbeitskollegen. „Der Schritt zur Integration durch Arbeit, der Weg von der Leerstelle zur Lehrstelle ist machbar, wenn das Interesse, der Wille und die Leidenschaft zu täglichen Begleitern werden“ so Kreishandwerksmeister Josef Hofmann. „Das Würzburger Handwerk hat die derzeit größte Herausforderung unserer Gesellschaft erkannt und ist bereit Zeichen zu setzen!“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von Josef Hofmann von der Kreishandwerkerschaft Würzburg

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