Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bundeswehr-Ausstellung in Würzburg

60-jährigen Bestehen der Bundeswehr

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundeswehr im Jahr 2015 haben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr eine Ausstellung mit dem Titel „Militär und Gesellschaft in Deutschland seit 1945“ konzipiert, die noch bis zum 29. Oktober in der Kundenhalle der Sparkasse Mainfranken in der Hofstraße 9 zu sehen ist. Am Freitag wurde die vom SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel (Gemünden) nach Würzburg gebrachte Ausstellung eröffnet.

In seiner Begrüßung hob „Hausherr“ Jürgen Wagenländer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mainfranken, die Bedeutung der Bundeswehr auch für den Würzburger Raum hervor. „In Veitshöchheim dienen nicht nur Soldatinnen und Soldaten, sondern auch Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde. Die Bundeswehr ist ein Teil unserer Gesellschaft und daher ist eine Ausstellung über das Miteinander von Bundeswehr und Gesellschaft bei uns mitten im Herzen der Stadt genau richtig platziert“.

Wandlungen der Bundeswehr

Walter Kolbow, selbst sieben Jahre lang Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, hielt die Festrede. Er stellte die Wandlungen heraus, denen die Armee in den 60 Jahren ihres Bestehens ausgesetzt war und ist. „Der Kalte Krieg war der Geburtshelfer von Bundeswehr und NVA. Als Verteidigungsarmee gegründet, stellte sich nach dem Fall der Mauer die Frage nach ihrer zukünftigen Aufgabe“, so der SPD-Bundeswehrexperte. Kolbow skizzierte auch den Wandel von einer Abschreckungsarmee zu einer Armee im Einsatz und hob die Eingliederung der ehemals verfeindeten NVA in die Bundeswehr als „Herkulesaufgabe, die sehr gut gemeistert wurde“ besonders hervor.

Das „freundliche Desinteresse“

Die Ausstellung, die während der Öffnungszeiten der Sparkasse noch bis zum 29. Oktober zu sehen sein wird, soll nach dem Willen des Initiators Rützel auch helfen, das „freundliche Desinteresse“ der Gesellschaft an ihrer Bundeswehr, das schon der damalige Bundespräsident Horst Köhler 2005 beschrieb, abzubauen. Rützel betonte daher besonders die Bedeutung der Bundeswehr auch außerhalb ihres Verteidigungsauftrags „von der Sportförderung bis zum Katastropheneinsatz im Innern“ und wünschte der Ausstellung möglichst viele, „besonders möglichst viele junge Besucherinnen und Besucher!“

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation von Büro Bernd Rützel, Mitglied des Deutschen Bundestages.

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