Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Versammlungsteilnehmer demonstrierten lautstark aber friedlich

Keine nennenswerten Sicherheitsstörungen

WÜRZBURG. Bei den insgesamt drei angemeldeten Versammlungen, die am Montag zwischen 17:00 Uhr und 19.45 Uhr in der Würzburger Innenstadt stattfanden, demonstrierten die Versammlungsteilnehmer zwar lautstark, aber es kam zu keinen nennenswerten Sicherheitsstörungen. Die Polizei sorgte mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften dafür, dass alle Teilnehmer ihr in der Verfassung verankertes Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen konnten.

Kurz nach 17:00 Uhr startete der Aufzug „Würzburg lebt Respekt – kein Platz für Rassismus“, an dem etwa 600-800 Personen teilnahmen am Würzburger Hauptbahnhof. Der Weg führte die Demo-Teilnehmer über die Kaiserstraße, Juliuspromenade und Schönbornstraße schließlich zum Oberen Markt, wo ab 17.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand, der noch etwa 300 Menschen beiwohnten. Gegen 17:45 Uhr wurde diese Versammlung zwar offiziell beendet, ein Großteil der Menschen machte sich jedoch im Anschluss auf den Weg, um an der Aufzugsstrecke der von der PEGIDA-Bewegung angemeldeten Demonstration in der Hofstraße weiter zu protestieren.

Gegen 18.00 Uhr versuchten etwa 200 Gegendemonstranten an der Einmündung Balthasar-Neumann-Promenade zur HofstraßeKurz nach 17:00 Uhr startete der Aufzug „Würzburg lebt Respekt – kein Platz für Rassismus“, an dem etwa 600-800 Personen teilnahme den eintreffenden Versammlungsteilnehmern der PEGIDA-Bewegung den Zutritt zu verwehren. Deshalb mussten Einsatzkräfte der Polizei unter Zuhilfenahme von Unmittelbarem Zwang in Form von Schieben und Drücken den Demonstranten den Durchgang zur Aufzugsstrecke ermöglichen.

Ab 18.30 Uhr versammelten sich in einem mit Sperrgittern gesicherten Bereich in der Hofstraße etwa 100 Menschen unter dem Motto „Grundgesetz verteidigen! Gesetzesbrüchen der Regierung entgegenwirken“. Wegen der zunächst nicht ausreichenden Anzahl von Ordnern begann die Versammlung um 18.45 Uhr zunächst als stationäre Versammlung in der Hofstraße Höhe Maxstraße.

 

Gegen 19.00 Uhr setzte sich der Aufzug dann in Richtung Dom in Bewegung und bog schließlich von lautstarkem Protest der Gegendemonstranten in die Domerpfarrgasse ein, wo von 19.15 Uhr bis 19.30 Uhr die Abschlusskundgebung am Ingolstädter Hof stattfand.

Währenddessen kam es zwar auf beiden Seiten zu lautstarken Sprechchören, es blieb aber auch deshalb friedlich, weil die Polizei die Kontrahenten mit Sperrgittern und Einsatzkräften voneinander fernhielt.

Nach dem Ende der Versammlung zogen die Teilnehmer wieder zurück zur Hofstraße, wo es bei Abwanderung der PEGIDA-Anhänger im Bereich Hofstraße / Balthasar-Neumann-Promenade vereinzelt zu Konfrontationen zwischen vorherigen Versammlungsteilnehmern und Gegendemonstranten kam.

Durch den Einsatz starker Polizeikräfte konnte jedoch ein Aufeinandertreffen beider Parteien verhindert werden. Hierzu mussten die Einsatzkräfte Unmittelbaren Zwang in Form von einfacher körperlicher Gewalt durch Schieben und Drücken anwenden. Dabei wurde auch der Einsatzmehrzweckstock als Abdränghilfe benutzt.

Im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen wurde bei drei Versammlungsteilnehmern die Identität festgestellt. Dabei ahndeten die Ordnungshüter zwei Verstöße gegen das Vermummungsverbot und gegen eine Person wurde Anzeigen wegen einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz erstattet, weil der Mann eine geringe Menge an Cannabis bei sich hatte.

Nach Versammlungsende kam es durch die Abfahrt zahlreicher Demo-Teilnehmer im Bereich der Balthasar-Neumann-Promenade zu Verkehrsbehinderungen. Die Würzburger Polizei regelte den Verkehr und gegen 20.30 Uhr waren auch die Verkehrssperren entlang der Aufzugswege wieder aufgehoben.

Parallel zum Versammlungsgeschehen fand in der Zeit von 19.00 – 21.00 Uhr eine stationäre Versammlung der Friedenswache Würzburg am Vierröhrenbrunnen statt, an der etwa fünf Personen teilnahmen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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