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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Saalbau Luisengarten: Vom Veranstaltungsort zum Wohnbau

Der Abriss droht

Blickt man auf den Luisengarten, so blickt man auf eine lange Tradition zurück: Seit 111 Jahren besteht der Saalbau in der Martin-Luther-Straße und war Veranstaltungsort für etliche Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, politische Diskussionen und vielem mehr. Nun soll das Veranstaltungszentrum abgerissen, und der Platz für Mietwohnungen genutzt werden. Das davor liegende Restaurant, das ebenfalls den Namen Luisengarten trägt, bleibt weiterhin bestehen.

Kein Mieter gefunden

Erik Koller, der Geschäftsführer der KEG Liegenschaften GbR aus Nürnberg, die seit 2010 Eigentümer des Luisengartens ist, äußerte gegenüber der Main-Post, man habe über ein Jahr nach einem neuen Mieter gesucht. Im Dezember läuft der derzeitige Mietvertrag mit der Rebstock Veranstaltungen GmbH aus. Der Veranstaltungsservice möchte die Miete des Luisengartens für das kommende Jahr nicht fortsetzen. Auch die Verhandlungen mit anderen Veranstaltern blieben ergebnislos, so Koller gegenüber der Main-Post. Kritikpunkte waren vor allem der Aufbau des Gebäudes über zwei Etagen. Dieser solle zu hohe Personalkosten verursachen, was unrentabel sei.

Dreistöckiger Mietraum

Andere alternative Nutzungsideen scheiterten an der vorhandenen Belichtung und der bewohnten Nachbarschaft. Nachdem nun der Leerstand droht plant der Eigentümer aus dem Veranstaltungszentrum ein Mietshaus über drei Stockwerke zu machen. Die Parkplätze im Hinterhof, die oft zu Schwierigkeiten mit den Nachbarn führten, sollen in eine Tiefgarage unter dem Gebäude verlegt werden. Am 23. Oktober findet die nächste Sitzung der Kommission für Stadtbild und Architektur (KoSA) statt, in der über die geplanten Baumaßnahmen gesprochen wird.

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