Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Pegida demonstriert wieder in Würzburg

Pegida Franken ruft zum „Spaziergang“ auf

Zwischen Dezember letzten Jahres und vergangenen Mai erregten die Demonstrationen der Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Würzburg, aber auch in vielen anderen deutschen Städten, allen voran Dresden, großes Aufsehen. Obwohl die Demonstrationen in Würzburg meist friedlich verliefen, waren auf beiden Seiten der Demos (Demonstranten und Gegendemonstranten) häufig mehr als 1.000 Menschen auf der Straße. Seitdem wurde es, zumindest hier in der Region, recht ruhig um die Bewegung.

„Totgeglaubte leben länger!“

Nun scheint es aber, zumindest in Würzburg, wieder loszugehen. Pegida Franken postete auf deren Facebook-Seite einen Aufruf zu einem „Spaziergang“ am kommenden Montag um 18.30 Uhr. „Totgeglaubte leben länger! – Es geht wieder los, begleitet uns auf dem Spaziergang für unser Grundgesetz von der Hofstraße bis in das Stadtzentrum Würzburgs!“, mit diesen Worten beginnt der Facebook-Post. Bei dem Spaziergang solle der „Asylwahn“ in Frage gestellt werden, darüber hinaus wird an der „inkompetenten Regierung“ harsche Kritik geübt. Der Kanzlerin wäre der „angerichtete Schaden im schlimmsten Falle schnurzpiepegal“, heißt es auf der Facebook-Seite. „Willkommenskulturbesoffen stehen völlig verblödete Hipsterdirnen an den Bahngleisen und umarmen ihre drohende Zukunft“, so die Bewegung weiter. Demonstriert werde daher gegen den „permanenten Gesetzesbruch der Regierung“.

Die gleichen Akteure wie bei den Demos davor

Die Stadt gibt Auskunft, dass Ende vergangener Woche eine Anmeldung zu einer Demonstration für den 12. Oktober zum Thema „Grundgesetz verteidigen! Gesetzesbrüchen der Regierung entgegenwirken“ einging. Dabei solle der Demonstrationszug von der Hofstraße zum Oberen Markt ziehen, wobei die Stadt diese Ortsangaben noch unter Vorbehalt nennt, da noch kein Bescheid ausgestellt wurde (Stand 05.10., 19 Uhr). Weiters wären die Akteure die gleichen wie zuletzt. Der Organisator der Demonstrationen war in der Vergangenheit der aus Thüringen stammende Simon Kaupert.

Update: Gegendemonstration

Inzwischen hat sich über die Facebook-Veranstaltung „Rassismus raus aus den Köpfen – Pegida Franken stoppen!“ auch eine Gegendemonstration angekündigt und zwar unter dem Motto „Würzburg lebt Respekt – Kein Platz für Rassismus“. Los geht’s um 17 Uhr am Bahnhof, der Demonstrationszug führt dann zum Oberen Markt und wird dort mit einer Abschlusskundgebung um 18 Uhr enden. Danach soll, so in der Veranstaltung beschrieben, den Demonstranten Zeit gegeben werden, „um zum direkten Protest an die Strecke der Rassisten zu gehen“.

Zur Demonstration der Pegida Franken heißt es in der Beschreibung der Veranstaltung: „Wir werden die menschenverachtenden Parolen der Bewegung nicht stehen lassen! Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“

Alles zu Pegida und Wügida aus den vergangenen Monaten findet Ihr hier.

Die Stadt Würzburg teilte zu den zwei Demonstrationen am Montag in der Innenstadt aktuell mit:

Für Montag, 12. Oktober, wurden mehrere Versammlungen im Stadtgebiet Würzburg angemeldet. Die Stadt Würzburg weist darauf hin, dass die Versammlungen von der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit gedeckt und nach dem Versammlungsgesetz ordnungsgemäß angezeigt wurden.

Die Stadt Würzburg ruft alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Besonnenheit und friedlichen Teilnahme auf. Die von der PEGIDA Franken beworbene Versammlung „Grundgesetz verteidigen! Gesetzesbrüchen der Regierung entgegenwirken!“ findet ab 18.30 Uhr statt.

Hier wurde nach einem gesetzlich vorgesehenen Kooperationsgespräch am 06.10.2015 durch den Versammlungsleiter eine neue Versammlungsstrecke angemeldet: Hofstraße – Domerpfarrgasse – Ingolstadter Hof.

Die Versammlung der Initiative: „Würzburg lebt Respekt – Kein Platz für Rassismus“ ist für 17 Uhr angemeldet und findet folgenden verlauf:
Bahnhofplatz – Kaiserstraße – Juliuspromenade – Schönbornstraße in die Innenstadt.

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