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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Grüne fordern: Verlagerung des Staatsarchivs Würzburg stoppen

Teure Fehlentscheidung

Das Staatsarchiv ist eine der traditionsreichsten zentralen Einrichtungen der Stadt Würzburg. Die Entscheidung der Staatsregierung, das Staatsarchiv in die Kreisstadt Kitzingen zu verlegen, ist eine teure Fehlentscheidung, nicht nur für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Würzburg, sondern auch für den bayerischen Steuerzahler.

„Unsinn sofort stoppen“

„Der massive Widerstand gegen die sinnlose Verlagerung des Staatsarchivs Würzburg nach Kitzingen muss Berücksichtigung finden“, fordert Kerstin Celina, unterfränkische Abgeordnete der Landtags-Grünen. „Die CSU-Regierung muss diesen Unsinn sofort stoppen!“ Die Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine Anfrage Celinas (Anhang) offenbart die Dimension des Widerstands gegen die Verlagerung. Demnach trafen neben Schreiben von Betroffenen und einer Liste mit 650 Unterschriften gegen das Projekt auch 25 Einwendungen aus Fachkreisen bei der CSU-Regierung ein. Zu den namhaftesten Kritikern zählen u.a. der Bischof von Würzburg, die Generaldirektorin der Staatlichen Archive Bayerns und der Präsident des Bundesarchivs.

„Unnötige Kosten“

Neben fachlicher Kritik wie der drohenden Schwächung der intakten Würzburger Forschungslandschaft oder der schlechteren Erreichbarkeit des geplanten Standorts Kitzingen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind den Landtags-Grünen auch die zu erwartenden Verlagerungskosten ein Dorn im Auge. In der Antwort des Ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf die Schriftliche Anfrage (Anhang) der Abgeordneten Celina werden keine Angaben zu den erwarteten Kosten und der endgültigen Standortfrage in Kitzingen gemacht. Unabhängige Archivare veranschlagen für den Archivneubau zwischen 20 und 30 Millionen Euro. „Das ist sehr viel Geld für einen Neubau, der nicht benötigt wird“, kritisiert Thomas Mütze, finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion. „In Würzburg gibt es ein funktionierendes Archiv – und das sollte auch so bleiben!“

Alternativen bedenken

Die Landtags-Grünen gehen davon aus, dass der Nutzen alternativer strukturpolitischer Maßnahmen für Kitzingen größer wäre, als der Aufbau eines Archivs, das dort zwangsläufig nicht in eine gewachsene Forschungslandschaft eingebunden wäre. „Kitzingen hat Besseres verdient als die Verlagerung des Staatsarchivs, die viel kostet und der Stadt wenig bringt. Hier müssen wir über Alternativen nachdenken“, so Kerstin Celina.

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressmitteilung des Bündnis 90/DIE GRÜNEN. 

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