Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bis dato höchster Saisonerfolg für die Kickers

3:0-Auswärtserfolg gegen Kölner Fortuna

Die Würzburger Kickers gehen mit einem überzeugenden 3:0 (2:0)-Auswärtserfolg bei der Kölner Fortuna in die rund zweiwöchige Liga-Spielpause. Der Aufsteiger, der am kommenden Dienstagabend (19 Uhr, Fuchs-Park-Stadion) im bayerischen Toto-Pokalachtelfinale noch beim Bayernligisten FC Eintracht Bamberg ran muss, feierte im Südstadion vor 1754 Zuschauern den bis dato höchsten Saisonerfolg. Weiter geht es für die Mainfranken in der 3. Liga dann mit dem Heimspiel am 17. Oktober (14 Uhr, FLYERALARM Arena) gegen den VfL Osnabrück. „Mit diesen drei Punkten heute fällt uns vieles leichter“, so FWK-Trainer Bernd Hollerbach: „Wir haben heute so weitergearbeitet wie zuletzt gegen Chemnitz, haben konzentriert nach vorne gespielt und konsequent verteidigt. Ich wusste, dass sich dann auch wieder der Erfolg einstellen wird. Ich muss meiner Mannschaft auch heute wieder ein großes Kompliment machen.“

In der Kölner Südstadt hatte Würzburgs Trainer im Vergleich zum 1:1-Unentschieden vor Wochenfrist gegen den Chemnitzer FC zwei Umstellungen in der Startformation vorgenommen: Im Sturm rückte Adam Jabiri für Christopher Bieber ins Team, anstatt Dennis Russ fing Rico Benatelli an. „Würzburg ist ein Gegner, den ich weiter oben in der Tabelle ansiedle“, sagte Fortunen-Trainer Uwe Koschinat kurz vor dem Anpfiff: „Die Kickers waren bei den meisten ihrer Unentschieden einem Sieg näher. Mit den paar Punkten mehr stünde der Aufsteiger deutlich weiter oben in der Tabelle. Entsprechend stark schätze ich die Gäste auch ein.“

Wenig Interesse, das Spiel zu machen

Und es waren wohl diese Worte, die die anfängliche taktische Ausrichtung vorgab: Die Fortuna zeigte wenig Interesse, das Spiel zu machen, stand tief auf dem Rasenrechteck im Südstadion und überließ dem Gast aus Mainfranken weite Teile des Mittelfeldes. Nach neun Minuten, dann die erste Möglichkeit der Kickers: Paul Thomik bediente Joannis Karsanidis, der aber zögerte aus acht Metern zu lange und suchte den Mitspieler anstatt des Abschlusses. Fünf Minuten später rückte erneut Karsanidis in den Mittelpunkt: Denn der Würzburger „Sechser“ ging nach einem Zweikampf mit Kölns Markus Pazurek zu Boden. Referee Matthias Jöllenbeck aus Freiburg zögerte keinen Augenblick, entschied auf Elfmeter. Den verwandelte Nejmeddin Daghfous souverän in die von ihm aus gesehene linke Ecke des Kölner Kastens (15.). Für die Rothosen war es der erste Strafstoß-Treffer dieser Spielzeit, einen Elfmeter hatte der Aufsteiger schon, den aber wusste Christopher Bieber beim 2:0-Erfolg gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart nicht zu nutzen.

Die Fortuna antworte nach dem Rückstand, tat – unter den Augen des früheren deutschen Nationaltorhüters Wolfgang Fahrian – jetzt deutlich mehr nach vorne und traf in Form von Marco Königs nur das Außennetz (19.). Die Würzburger aber ließen nicht locker, Karsanidis fasste sich ein Herz, zog aus 17 Metern ab – der Ball aber ging über den Querbalken (23.). Die Partie wurde nun auch ruppiger, Fortunas Michael Kessel stieg an der Außenlinie hart gegen Nico Gutjahr ein, sah dafür Gelb – der Würzburger musste mit einer Knöchelverletzung vom Feld, für ihn schickte Kickers-Coach Bernd Hollerbach schließlich Dennis Russ auf die rechte Außenbahn (27.). „Für Nico tut es mir leid, er hatte sich in die Mannschaft gekämpft. Ich hoffe, dass er nicht länger ausfällt“, so Hollerbach. Eine aussagekräftige Diagnose erwarten die Kickers am Montag. Gefährlich wurde es für die Gäste dann in der 32. Minute: Aus guter Position aber jagte Kölns Pazurek die Kugel über den Kasten von FWK-Keeper Robert Wulnikowski. Der parierte kurz darauf auch den Freistoß von Hamdi Dahmi. „Wir wussten, dass wir nicht viele Chance gegen Würzburg bekommen würden, diese wenigen aber hätten wir nutzen müssen“, sagte Koschinat, der früh gesehen hatte, „dass es ein guter Gegner an einem Tag war, an dem bei uns nur ganz wenig funktioniert hat“.

Das 2:0 zum richtigen Zeitraum

Schließlich setzten die Rothosen noch einen schmerzhaften Nadelstich: Rico Benatelli fing einen Kölner Befreiungsschlag ab, setzte sich auf der linken Außenbahn durch und schloss mit einem Flachschuss ins linke Eck zur Würzburger 2:0-Führung kurz vor dem Pausenpfiff ab. Es war das perfekte Ende der ersten 45 Minuten im Kölner Südstadion. Für den aus Aue an den Dallenberg gekommenen Mittelfeldspieler war es sein zweiter Saisontreffer. Schon beim ersten Auswärterfolg in der 3. Liga (2:0 bedim VfB II) hatte Benatelli einen Treffer beigesteuert. „Das 2:0 kam zum richtigen Zeitpunkt“, befand Hollerbach.

Eine Torpremiere gab es indes gleich nach dem Seitentausch zu sehen: Adam Jabiri erzielte in der 49. Minute seinen ersten Treffer dieser Runde. Der herausragende Karsanidis (Hollerbach: „Es ist ein Wahnsinn, welche Entwicklung er genommen hat. Es war heute richtig stark.“) hatte sich den Ball im Mittelfeld erarbeitet und perfekt auf Daghfous gepasst, der marschierte zielstrebig in den Kölner Sechzehner, schüttelte noch seinen Gegenspieler Tobias Fink ab und behielt dann einen kühlen Kopf, legte quer auf den mitgeeilten Jabiri – 3:0DA Die gut und gerne 100 mit in die Karnevalshochburg gekommenen Kickers-Anhänger hatten ihre Freude, tanzten Polonaise in ihrem Block.

Würzburger machten ihr Spiel

Trotz der klaren Führung machten die Würzburger weiter ihr Spiel, Dennis Russ hatte nach rund 65 Minuten mit einem brachialen Schuss gar den vierten Treffer im Visier – der Ball aber strich am Fortuna-Kasten vorbei. Die beste Chance auf Tor Nummer vier aber hatte Daghfous. Wie schon nach 15 Minuten war es erneut Pazurek, der Karsanidis von den Füßen holte, der fällige Strafstoß aber wurde zur Beute von Fortunen-Keeper Tim Boss (67.) Boss war es auch, der einen Schuss von Jabiri nach Karsanidis-Vorarbeit kurz vor Ende noch zur Ecke über die Latte lenkte. „Im Grunde war der Schlusspfiff heute gegen einen sehr gut organisierten Gegner eine Erlösung für uns“, sagte Koschinat.

Dieser Artikel beruht auf einer Informationen der Webseite der Würzburger Kickers. 

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