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Täuschung per Stellenanzeige: „Finanzagenten“ benutzt

Ahnungslose als „Finanzagenten“ benutzt

UNTERFRANKEN. Mit verschiedenen Maschen haben Unbekannte in der Vergangenheit immer wieder versucht ahnungslose Bürger als sogenannte „Finanzagenten“ zu gewinnen. Bekannt ist sowohl die Masche, dass massenhaft  E-Mails von den Tätern verschickt werden oder per Annonce dafür geworben wird. Im vorliegenden Fall stieß eine 30-Jährige aus dem Kreis Miltenberg auf ein Jobangebot im Internet und ließ sich darauf ein. Jetzt laufen strafrechtliche Ermittlungen gegen sie wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Mitte Juni diesen Jahres war die Frau im Internet auf der Suche nach einem Nebenjob in Heimarbeit. Sie stieß dabei auf ein augenscheinlich interessantes Angebot und nahm Kontakt mit dem Anbieter auf. Nach regem E-Mail-Verkehr bestand die Aufgabe der 30-Jährigen darin, Gelder, welche auf ihr Konto überwiesen worden waren, in Bitcoins umzuwandeln und auf ein Wallet zu transferieren.

Auf dieses auch als „virtuelle Brieftasche“ bezeichnete „Konto“ hatten dann die Täter Zugriff und konnten so ihr gewiss aus kriminellen Geschäften erzieltes Geld „waschen“. Im vorliegenden Fall wurden auf diese Weise bis Anfang September gut 4.000 Euro umgesetzt.

Jobangebote unbedingt prüfen

Kriminalpolizeiliche Ermittlungen ergeben bei derartigen Fällen in der Regel, dass die Geldbeträge zuvor mittels krimineller Handlungen, wie z.B. „Phishing“ oder Internetbetrügereien, ergaunert worden waren. Das Polizeipräsidium rät deshalb, Jobangebote genau zu prüfen, gerade wenn die Aufgabe lediglich darin besteht, über sein privates Konto Geldtransfers zu tätigen.

Außerdem sollten jegliche Kontoeingänge unbekannten Absenders mit einer Anweisung zur Überweisung auf ein anderes Konto stets genau hinterfragt werden. Bei Zweifeln an der Legalität der Überweisung oder dem Verdacht einer Betrugsmasche, sollte die Polizei verständigt werden. Auf keinen Fall sollte man sich blenden lassen.

Denn was „Finanzagenten“ oft nicht ahnen: Statt eines vermeintlich einfachen und als lukrativ angepriesenen Jobs drohen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche, eines Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz und gegebenenfalls sogar Schadensersatzansprüche der Geschädigten.

Tipps des Polizeipräsidiums Unterfranken

Das Polizeipräsidium Unterfranken hat folgende Tipps, wie man sich schützen kann:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen ein lukrativer Job per unverlangt erhaltener E-Mail angeboten wird, bei dem Sie unüblich viel Geld verdienen können ohne entsprechende Leistung zu erbringen.
  • Antworten Sie nicht auf solche dubiose Email-Angebote und stellen Sie keinen Kontakt zum Absender her.
  • Lehnen Sie Angebote immer ab, bei denen Sie Ihr Konto zur Abwicklung von Zahlungen zur Verfügung stellen sollen.
  • Lassen Sie sich nicht von verlockenden Provisionsangeboten blenden.
  • Prüfen Sie Ihre Kontoumsätze auf unerwartete Gutschriften, die Sie wieder zurücküberweisen sollen.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Bank auf. Rückbuchungen sollten nur über das Ursprungskonto erfolgen.
  • Grundsätzlich gilt: Je verlockender das Angebot, desto misstrauischer sollten Sie sein!
  • Nicht selten nutzen die Täter auch Dating-Portale zur Kontaktaufnahme. Seien sie deshalb auch hier spätestens dann misstrauisch, wenn aus irgendwelchen Gründen Geld auf ihr Konto überwiesen werden soll.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken..

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