Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Wertheim: Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Gebäude nicht mehr nutzbar

In der Nacht auf Sonntag, den 20. September, wurde auf ein Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Wertheim verübt. Verletzte gäbe es laut nicht, das Haus sei aber einsturzgefährdet und könne daher nicht mehr genutzt werden. Bis Samstag wurden 330 Betten in der Unterkunft, eine Sporthalle, aufgestellt.

Die Polizei fand, laut dem SWR, auf der hinteren Seite des Gebäudes Spuren, die darauf hindeuten würden, dass sich jemand gewaltsam Zutritt verschafft hatte. In der Nacht brach das Feuer aus, welches von einem großen Feuerwehraufgebot gelöscht wurde. Wie der SWR berichtete, wurde noch in der Nacht zum Sonntag eine Ringfahndung herausgegeben und ein zehnköpfiges Ermittlungsteam eingerichtet.

Die Kräfte der Ehrenamtlichen in Wertheim schwinden

Stefan Mikulicz, der Oberbürgermeister der etwa 22.500 Einwohner zählenden Stadt zeigte sich, laut dem SWR, betroffen und bestürzt. Schon vor Kurzem hatte er angekündigt, die Kräfte der Ehrenamtlichen in Wertheim würden zu Ende gehen. Er richtete einen Hilferuf an die Landesregierung, da das baden-württembergische Wertheim mit einem besonders großen Zustrom von Flüchtlingen konfrontiert wurde. In einem Ortsteil mit 900 Einwohnern wären laut SWR 600 Asylsuchende untergekommen. Weitere 400 Flüchtlinge sollten noch hinzukommen. Nun werden jedoch fürs Erste keinen weiteren Flüchtlinge nach Wertheim kommen.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT