Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Betrug mit Gewinnversprechen – Geld ins Ausland transferiert

Betrüger erbeuten 2.000 Euro

WÜRZBURG. Mit einem betrügerischen Gewinnversprechen haben Unbekannte am Mittwoch 2.000 Euro erbeutet. Der Geschädigte transferierte diesen Betrag nach mehreren Telefonaten zur Abwicklung eines angeblichen Autogewinns in die Türkei. Um Seriosität vorzuspielen verwendeten die Täter das sogenannte „Call-ID-Spoofing“. Hierbei werden gefälschte Anrufer-Identitäten übermittelt.

Der Mann aus dem Würzburger Landkreis hatte am Mittwoch gegen 13:15 Uhr einen Anruf erhalten. Eine Frau gab sich als Mitarbeiterin eines Verlagshauses aus und erzählte dem Geschädigten, dass er im Rahmen eines Zeitschriftenabonnements einen Pkw gewonnen hätte. Der Verlag hätte bereits mehrfach erfolglos versucht, den angeblichen Gewinner zu erreichen. Deshalb wäre das Auto wieder zurück in die Türkei gebracht worden. Wegen den angeblichen Rückführungskosten hätte man jetzt Anzeige gegen den Landkreisbewohner erstattet. Dies wäre aber alles kein Problem, denn die Anzeige würde gegen Zahlung von Geld eingestellt und der Fahrzeugwert in Höhe von 40.000 Euro würde dann umgehend auf das Konto des Geschädigten überwiesen.

Täter nutzten „Call-ID-Spoofing“

Der Angerufene machte bereits am Telefon seine Bedenken geltend. In einem Folgetelefonat meldete sich dann ein vermeintlicher Würzburger Polizist, der die angebliche Anzeigenerstattung bestätigte. Auf dem Telefondisplay des Angerufenen war tatsächlich die Rufnummer der Würzburger Polizei zu sehen, was letztlich dazu führte, dass der Geschädigte von der Richtigkeit der Informationen überzeugt war. Per Western Union überwies er anschließend 2.000 Euro in die Türkei.

Letztlich musste er von Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt erfahren, dass er Betrügern aufgesessen war. Im vorliegenden Fall wurde von Seiten der Täter das sogenannte „Call-ID-Spoofing“ verwendet. Dabei wird bei einer Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine frei wählbare Identifikationsinformation angezeigt. Hierdurch unterstreichen die Betrüger ihre vorgespiegelte, falsche Identität.

  • Das Polizeipräsidium Unterfranken möchte vor solchen Maschen warnen und gibt folgende Tipps:
  • Gehen sie nicht auf Gewinnversprechen ein, die mit Vorab-Zahlungen verbunden sind.
  • Sollten sie derart verdächtige Anrufe erhalten, so lassen sie sich den Namen und die Rückrufnummer geben. Überprüfen sie die Nummer und rufen sie selbst zurück.
  • Die Polizei fordert ohne schriftliche Bescheide niemanden auf, Geld zu überweisen.
  • Tätigen Sie keine Geldgeschäfte oder Überweisungen nach einem Telefonanruf von Unbekannten.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Unbekannte

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken. 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT