Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Offizielle Eröffnung des Starthubs

Open Door im Starthub

Im Rahmen einer Open-Door-Veranstaltung fiel am Montag, den 07. September der offizielle Startschuss für die gemeinsamen Räumlichkeiten der Jungunternehmer in der Sanderstraße 4. Mit liebevoll angerichteten Pizzaschnecken und Käsestangerl wurden die Gäste begrüßt. Die Anwesenden hatten die Möglichkeit einen Einblick in die vier Start-ups zu gewinnen, die sich den Büroraum teilen.

Mit vereinten Kräften

Vier Unternehmen mit insgesamt zehn Personen teilen sich in Zukunft die neu gestalteten Büroräume. Bei der Renovierung des ehemaligen Sonnenstudios, aus dem nun der Starthub entstand, packten die Jungunternehmer gemeinsam mit an. Unterstützung erfuhren sie aber auch von außen: Von der Stadt Würzburg wurde beispielsweise eine Teeküche gestiftet und auch andere Würzburger Unternehmen beteiligten sich als Sponsoren.

Voneinander profitieren

„Die Atmosphäre im Büro ist sehr angenehm, die unterschiedliche Zusammensetzung bietet die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen“, so ein Gründer der Social Shopping Plattform „Stylerella“. Teilweise haben die Start-ups zu Hause in ihren WG-Zimmern begonnen, jetzt dürfen sie sich über ein eigenes Büro freuen. Das Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) steht den jungen Unternehmen beratend zur Seite, ebenso die Sparkasse.

Kreative Ideen in der Stadt halten

Die Stadt Würzburg unterstützt mit der Initiative Gründen@Würzburg.de Start-ups aus der Umgebung. Die Initiative zur Förderung der Würzburger Gründerszene möchte motivierte Jungunternehmer mit ihrem Wissen und ihren kreativen Ideen in der Stadt halten. Hierzu fördert die Stadt, federführend Andre Hahn, durch die Vergabe von günstigen Räumlichkeiten in Form einer Bürogemeinschaft. Zudem werden anderweitige Leistungen angeboten, welche den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern, beispielweise eine Gründungs-, Finanzierungs- oder Förderberatung.

Leerstehende Läden beleben

Den Anstoß, der letztendlich zur Umsetzung des Starthubs führte gab ein Workshop der FHWS. Die Studenten überlegten, was man machen kann um die leerstehenden Räumlichkeiten u.a. in der Augustinerstraße wieder zu beleben. Dieses Konzept wurde von der Stadt aufgegriffen und ein längerer Planungsprozess entstand bei dem nach potentiellen Mietern und gleichzeitig nach passenden Räumlichkeiten gesucht wurde. Das Büro sollte zum Einen zentral liegen, zum Anderen finanzierbar sein. Fündig wurde man in der Sanderstraße. Der Vermieter kam dem Projekt mit günstigen Mietkonditionen entgegen, im Gegenzug bekommt er durch die Stadt Würzburg die Sicherheit dass diese finanziell einspringt, sollte ein Start-up „ausziehen“.

Einzelne Schreibtische vermietet

Via Mundpropaganda erfuhren die jetzigen Mieter von dem Co-Working-Space und konnten sich für einen Platz bewerben. Prinzipiell wurde bei der Vergabe der Schreibtische nach dem Verfahren „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ vorgegangen. Grundvoraussetzung für einen Platz in der Bürogemeinschaft ist allerdings, dass sich die Unternehmen am Anfang ihrer Gründungsjahre befinden. Zudem achtet die Stadt darauf, dass die Firmen nicht in unmittelbarer Konkurrenz zueinander stehen sondern sich bestenfalls ergänzen. Mittlerweile besteht eine Warteliste für die Tische im Starthub.

Monatlich kündbare Verträge

Die Verträge sind zunächst auf drei Monate abgeschlossen, danach monatlich kündbar. Somit ist das Risiko für die Jungunternehmer sehr gering. Für einen Pauschalpreis von 156 Euro im Monat, inklusive Internet und Telefon, lässt sich ein Schreibtisch mieten. Die Stadt selbst hat die Mietverträge mit dem Immobilienbesitzer vorerst auf ein Jahr beschränkt, die Verhandlungen zur Verlängerung des Vertrags stehen aber bald an, so Stadtbeauftragter André Hahn. 

Immobilienbesitzer, die Interesse daran haben Ihre Räumlichkeiten für ein Starthub zur Verfügung zu stellen können sich bei der Stadt Würzburg melden. Diese ist auf die Angebote der Vermieter angewiesen.

Die Start Ups

„Stylerella“ ist eine Social Shopping Plattform und möchte mit einer standortbasierten Produkt- und Boutiquesuche überzeugen. Modebegeisterte können sich hier gezielt informieren und durchstöbern was die momentan 24 Modeblogger posten. Für einige Modeläden übernimmt das seit 2014 bestehende Unternehmen bereits den Onlineshop.

Mit einer Unternehmenssoftware, die auf die Bedürfnisse der Einzelnen anpassbar ist gehen „Sewisoft“ an den Start. Stammdaten müssen von den Firmen nur einmal ins System eingepflegt werden und lassen sich auf allen Verkaufskanälen synchronisieren.

Hinter „flink“ steckt eine App für Menschen, die sich engagieren wollen. Nach Fertigstellung soll die App Nachrichten an Freiwillige versenden, um so z.B. Begleiter für Spaziergänge oder Arztbesuche zu finden. Zudem ist es in Management-Tool für die Organisationen selbst, welches erleichtert die kleinen Jobs zu vergeben. Ein Wunsch ist es durch das „kurzfristige Engagement“ auch „langfristiges Engagement“ zu wecken.

Wenn man mal wieder etwas für seine Gesundheit machen möchte ist man bei „Comuvo“ genau richtig. Der Fitnesskursefinder bietet Angebote von Joga über Rückenschule bis hin zu Aerobic. Sowohl Fitnessstudios als auch Trainer können sich hier präsentieren, denn oft fehlt gerade kleinen Studios die Möglichkeit eine eigene Plattform zu schaffen und zu pflegen.

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