Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

3. Tagung zum Technikrecht

Autonome Fahrzeuge auf den Straßen?

Bis jetzt ist es nur eine Vision, doch schon in näherer Zukunft sollen Autos autonom fahren. Größtes Hindernis dabei ist die Gesetzeslage. Über Lösungsansätze wird bei der 3. Würzburger Tagung zum Technikrecht diskutiert. Interessierte können sich dafür bis 30. September registrieren.

Wenn es nach den Herstellern ginge, könnte man autonome Fahrzeuge bereits auf den nächsten Automessen bestaunen – denn technisch ist man schon dazu in der Lage, solche Autos zu konstruieren. Außerhalb der Werks- und Ausstellungshallen allerdings hätten es die Gefährte schwer: Ohne eine Reform der gesetzlichen Rahmenbedingungen scheint eine Straßenzulassung unmöglich.

Autofahrer muss Kontrolle über sein Fahrzeug haben

Grundlage jeder Anpassungsbemühungen ist dabei das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr. Demnach muss ein Fahrer ständige Kontrolle über sein Gefährt haben. Damit bleibt ein Dienstfahrzeug, das den Insassen an sein Ziel bringt, während er nochmal die Eckpunkte des kommenden Meetings durchgeht, vorerst reine Fiktion.

Weitere Herausforderung

Wie verhält es sich mit dem zivilen Haftungsrecht, sollte ein selbstständig agierendes Fahrzeug in einen Unfall verwickelt werden? Wie müssten Bordcomputer programmiert werden, um in Gefahrensituationen angemessen reagieren zu können?

Um derartige Probleme zu analysieren und Lösungsansätze zu präsentieren, kommen ausgewiesene Fachleute bereits zum dritten Mal an der Universität Würzburg zusammen. Zur 3. Würzburger Tagung zum Technikrecht unter dem Titel „Auf dem Weg zum autonomen Fahrzeug“ werden am 11. und 12. Dezember 2015 rund 60 Teilnehmer aus dem juristischen und technischen Bereich in der Alten Universität der Domstadt erwartet.

Registrierung bis 30. September 2015

Die Tagung ist kostenfrei zugänglich. Obwohl sie von rechtlichen Fragestellungen dominiert wird, richtet sie sich nicht nur an Juristen, sondern auch an Studierende und an Praktiker aus technischen Berufen. Die Registrierung ist bis einschließlich 30. September 2015 möglich.

Die Organisation der Tagung übernimmt erneut die Forschungsstelle RobotRecht unter der Leitung von Jura-Professor Eric Hilgendorf, Universität Würzburg. Die Forschungsstelle wurde vor einigen Wochen im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen 2015“ mit einem Innovationsförderpreis der Bundesregierung ausgezeichnet.

Kontakt

Forschungsstelle RobotRecht, Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Juristische Fakultät, Universität Würzburg, robotrecht@jura.uni-wuerzburg.de. Das Tagungsprogramm ist auf der Homepage der Forschungsstelle abrufbar: www.jura.uni-wuerzburg.de

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg. 

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