Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Flüchtlingsnothilfe geht Hand in Hand

Notfallhilfe im Caritasladen

„Wir haben wieder 50 Neuankömmlinge im Zelt, die Kleidung brauchen. Wie können wir das machen?“ fragte Klaus Honsel, stellvertretender Sprecher der Ehrenamtlichengruppe „Bekleidung“ im Zellerauer Zelt vergangenen Donnerstag beim Caritasverband Würzburg. Die Antwort war schnell gefunden: Die Notfallhilfe sollte im Caritasladen in der Koellikerstraße erfolgen.

Der Laden – eigentlich noch in der Sommerpause – wurde am nächsten Tag zum Ausgabezentrum für Flüchtlinge in der Zellerau. Schnell waren ca. zehn Helferinnen und Helfer von der Caritas und der Ehrenamtlichengruppe im Zelt gefunden, die die Ausgabe der Kleidung übernahmen. Georg Freudenberger, Sprecher der „EA Bekleidungsgruppe“ und Klaus Honsel organisierten An- und Abfahrt der Flüchtlinge vom Zelt zum Laden, sowie den Einsatz von Dolmetscherin Rania.

Über 70 Personen eingekleidet

Als die ersten Flüchtlinge im Caritasladen ankamen, wurde jeder von einem Ehrenamtlichen begrüßt und beim Rundgang durch den Laden mit Kleidung ausgestattet. Dabei ergaben sich eindrucksvolle persönliche Begegnungen und Kontakte zwischen Flüchtling und Helfer. Im Laufe der nächsten sechs Stunden wurden mehr als 70 Personen eingekleidet. Die Atmosphäre im Laden war entspannt und angenehm. Auch wenn am Ende insbesondere neue Unterwäsche in kleinen Größen, Männerschuhe in den Größen 42 – 45, Männerhosen und –jacken in den Größen XS, S, und M sowie kleine Rucksäcke, kleine Taschen, Sporttaschen, Gürteltaschen zum Aufbewahren von Wertsachen und Papieren fehlten, so dass nicht mehr alle vollständig ausgestattet werden konnten. Der Stimmung tat dies trotzdem keinen Abbruch.

Saubere Kleiderspenden erleichtern Ausgabe

Auch viele Kleiderspender, die auf die Zeitungsmeldungen der letzten Tage reagiert und spontan Männerkleidung in den Laden gebracht haben, konnten sich überzeugen, dass ihre Spende teilweise eins zu eins wieder ausgegeben wurde. „Hilfreich ist einfach“, so Herta Wecker, „wenn die Kleiderspende sauber und ordentlich im Laden abgegeben wird, so dass wenig Ausschuss entsteht und die Ware direkt eingeräumt werden kann bzw. – wie an diesem Tag – sofort  wieder „an den Mann“ kommt“. Herta Wecker, Ehrenamtliche im Caritasladen, sorgte dafür, dass die Regale immer wieder geordnet und mit Nachschub aus dem Außenlager des Ladens aufgefüllt wurden.

„Tolle Leistung von allen“

Am Ende waren Helferinnen und Helfer rechtschaffen müde. Roman Böhm, Lisa Eidenschink, Marissa Holzgartner, Tanja Scheuring  und Caterina Steeg, die unermüdlich bis zum Schluss mitgeholfen haben, waren überzeugt, hier an der richtigen Stelle gewesen zu sein. „Wir haben deutlich mehr Personen als ursprünglich angenommen im Laden gehabt, und es ist trotz Knappheit gegen Ende eine große Menge Kleidung über die Ladentische gegangen. Eine tolle Leistung von allen!“ lobte Christiane Weinkötz, Bereichsleiterin im Caritasverband am Ende die gesamte Helfergruppe. „Es ist schön, dass die Menschen hier respektvoll und freundlich behandelt werden, und dass unsere Hilfe Hand in Hand geht“ ergänzte Klaus Honsel am Ende der Aktion.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Caritas Würzburg. 

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