Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Deutsche Bahn baut Schallschutzwände in Würzburg

Erster symbolischer Spatenstich in Heidingsfeld

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet die Deutsche Bahn auf dem Stadtgebiet Würzburg zehn Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 8.774 Metern. Die Investitionen für diese aktiven Schallschutzmaßnahmen belaufen sich auf insgesamt 16,2 Millionen Euro. Zusätzlich wird für rund 750 Wohneinheiten der Anspruch auf passiven Schallschutz geprüft, beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür werden rund 600.000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt.

Bauarbeiten starteten am 2. September

Die Bauarbeiten an der 1.660 Meter langen Lärmschutzwand 5 im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld starteten in der Nacht vom 2. auf den 3. September. Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg sowie Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Bahn für den Freistaat Bayern, begingen den Auftakt der Arbeiten vor Ort mit einem symbolischen ersten Spatenstich.

„Mit dem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund mittlerweile jährlich 130 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken zur Verfügung. Ich freue mich, dass jetzt auch die Stadt Würzburg davon profitiert“, sagte Dorothee Bär. Klaus-Dieter Josel ergänzte: „Die Schallschutzmaßnahmen entlasten viele hundert Wohneinheiten entlang der Eisenbahnstrecke erheblich von Lärmeinwirkungen.“

Bau überwiegend nachts

Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt der Bau der Schallschutzwände im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld überwiegend vom Gleis aus, zum größten Teil nachts in sogenannten „Sperrpausen“.  Für den Bau der Wände werden moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte eingesetzt. Trotzdem lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub auch nachts und an den Wochenenden leider nicht vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

„Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“

Auf dem 33.500 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3.700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bundesweit sind aktuell in 1.485 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen. Seit 1999 wurden 1.400 Kilometer besonders lärmbelasteter Strecken saniert, dafür wurden rund 560 Kilometer Schallschutzwände errichtet und in 53.400 Wohnungen Schallschutzfenster eingebaut. Hierfür wurden über eine Milliarde Euro an Bundesmitteln und Mittel der DB ausgegeben.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außen-fassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

Dieser Artikel beruht auf Presseinformationen der Deutschen Bahn. 

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