Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Erfolgreich Geld für Forschung beantragt

Uni Würzburg gehört zu den erfolgreichsten Universitäten bei der Beantragung von Fördergeldern

Die Universität Würzburg gehört zu den 20 Universitäten, die sich am erfolgreichsten um die Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewerben. Das zeigt der neue Förderatlas, den die DFG heute vorgestellt hat.

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist in Deutschland eine der wichtigsten Organisationen der Forschungsförderung. Mit Finanzmitteln vom Bund und den Ländern unterstützt sie zahlreiche Projekte der Grundlagenforschung. Wenn Wissenschaftler von der DFG gefördert werden möchten, müssen sie Anträge stellen, die dann strenge Begutachtungsprozesse durchlaufen. Die Konkurrenz mit anderen Antragstellern ist dabei in der Regel sehr groß.

Würzburg auf Platz 19

Die Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) haben in den Jahren 2011 bis 2013 erfolgreich DFG-Fördergeld beantragt, und zwar insgesamt 141,3 Millionen Euro. Das geht aus dem neuen Förderatlas hervor, den die DFG am 3. September 2015 bei einer Pressekonferenz in Berlin präsentiert hat: In einer Rangliste von 210 geförderten Hochschulen liegt die Uni Würzburg auf Platz 19. Damit ist sie, hinter den beiden Münchener Universitäten und der Uni Erlangen-Nürnberg, die viertbeste Uni in Bayern.

Bei diesem Vergleich der absoluten Zahlen wird allerdings die unterschiedliche Größe der Universitäten nicht berücksichtigt. Setzt man die eingeworbenen Summen in Beziehung zur jeweiligen Größe der Universität, beschrieben durch die Zahl der Beschäftigten, schneidet die Universität Würzburg sogar noch besser ab: Die Professorinnen und Professoren liegen bei einem Pro-Kopf-Vergleich der Drittmitteleinwerbungen im bayernweiten Vergleich auf Platz 3. Bei Bezug der Drittmitteleinnahmen auf alle wissenschaftlichen Beschäftigten belegt die JMU Platz 1 im Freistaat.

Die Ergebnisse einzelner Wissenschaftsbereiche im DFG-Förderatlas

  • Lebenswissenschaften: 92,3 Millionen Euro (Platz 6 von 83 geförderten Universitäten)
  • Naturwissenschaften: 26,9 Millionen Euro (Platz 23 bei 91 geförderten Universitäten)
  • Geistes- und Sozialwissenschaften: 11,8 Millionen Euro (Platz 31 von 150 Universitäten)
  • Medizin: 68,9 Millionen Euro (Platz 4 von 76 Universitäten)
  • Biologie: 32,2 Millionen Euro (Platz 8 von 62 Universitäten)
  • Physik: 14,3 Millionen Euro (Platz 13 von 71 Universitäten)
  • Chemie: 10,3 Millionen Euro (Platz 14 von 71 Universitäten)
  • Beispiele für Fördermaßnahmen der DFG

Die DFG gewährt Förderungen in Höhe von bis zu mehreren Millionen Euro pro Jahr und Projekt – etwa für große und auf mehrere Jahre angelegte Forschungsvorhaben, in denen Wissenschaftler fächerübergreifend zusammenarbeiten: An der Uni Würzburg gibt es derzeit viele solcher Vorhaben, unter anderem sieben Sonderforschungsbereiche, fünf Graduiertenkollegs und elf Forschergruppen. Auf der anderen Seite gibt die DFG zum Beispiel Zuschüsse für die Drucklegung wissenschaftlicher Werke oder für die Ausrichtung von Tagungen.

Nachwuchs fördern

Ein wichtiger Punkt in der Förderpolitik der DFG ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. So werden unter anderen im Emmy-Noether-Programm junge Forscher unterstützt, die eigene Forschungsgruppen etablieren möchten. An der Würzburger Uni sind das zum Beispiel die Biochemikerin Katrin Paeschke oder der Biomediziner Grzegorz Sumara.

Die DFG vergibt auch Preise und Auszeichnungen, etwa den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis für Spitzenforschung. Dieser ging zuletzt 2014 an den Würzburger Physik-Professor Laurens Molenkamp. Mit dem Communicator-Preis, den die DFG für eine herausragende Wissenschaftskommunikation vergibt, wurde 2012 der Würzburger Bienenforscher Professor Jürgen Tautz ausgezeichnet.

Fazit von Universitätspräsident Alfred Forchel

„Wie verschiedene internationale Rankings zeigt der Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dass die Julius-Maximilians-Universität Würzburg zu den besonders forschungsaktiven Universitäten Deutschlands gehört, sowohl im Hinblick auf die Grundlagenforschung als auch auf die anwendungsorientierte Forschung. Die Fördermittel der DFG sind eine wesentliche Grundlage, um weiter in zukunftsrelevanten Wissensgebieten neue Erkenntnisse erarbeiten zu können, die wichtige Impulse für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft geben“, so Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg. 

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