Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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21-jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Dienstwagen gerammt

BISCHBRUNN, LKR. MAIN-SPESSART UND FAULBACH, LKR. MILTENBERG. Ein 21-Jähriger hat sich am frühen Sonntagmorgen einer Polizeikontrolle entzogen und ist mit seinem Auto durch mehrere Ortschaften geflüchtet. Letztendlich geriet der Fahrer aufgrund der rasanten Fahrweise nach rechts ins Bankett und konnte dadurch vom Streifenwagen überholt werden.

Hierbei rammte der 21-Jährige den Dienstwagen. Der Mann, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, wurde daraufhin festgenommen. Durch den Unfall wurden zwei Beamte leicht verletzt.

Mit bis zu 160 km/h durch den Ort

Gegen 04:10 Uhr war einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Marktheidenfeld im Ortsteil Oberndorf im Gegenverkehr ein Pkw aufgefallen, der offensichtlich mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.

Die Beamten folgten dem Wagen und wollten den Fahrer einer Kontrolle unterziehen. Dieser missachtete jedoch die Anhaltezeichen der Polizisten und gab sofort Gas.

Er raste mit teilweise bis zu 160 km/h durch die Ortschaften Esselbach, Michelrieth und Oberwittbach. In Kreuzwertheim gefährdete er mit seiner Fahrweise außerdem eine Streifenbesatzung aus Baden-Württemberg, die zur Unterstützung hinzugezogen wurde.

Einsatz von Pfefferspray nötig

Die Verfolgungsfahrt führte schließlich über Hasloch bis nach Faulbach, wo der Beschuldigte gegen parkende Fahrzeuge und Hauswände zu schleudern drohte. Letztendlich geriet der Flüchtende aufgrund der hohen Geschwindigkeit nach rechts in einen Grünstreifen, als er zurück nach Hasloch fahren wollte und konnte so vom Streifenwagen überholt werden.

Beim Vorbeifahren rammte der Fahrer mit seinem Pkw die Seite des Polizeiautos, so dass sich das Fluchtfahrzeug um rund 180 Grad drehte. Der Pkw konnte somit gestoppt und der 21-jährige Fahrer mittels Einsatz von Pfefferspray festgenommen werden.

Auf dem Beifahrersitz befand sich außerdem der vier Jahre jüngere Bruder des Beschuldigten und auf dem Rücksitz eine 16-jährige Bekannte.

Keine gültige Fahrerlaubnis

Zwei Beamte wurden durch den Unfall leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Wie sich herausstellte, war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Da der 21-Jährige nicht zum ersten Mal ohne Führerschein unterwegs war, hat er jetzt auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am Montag einen Termin beim Ermittlungsrichter.

Der entscheidet dann, ob der Beschuldigte in Untersuchungshaft geht. Gegen den Mann ermittelt jetzt die Polizeiinspektion Miltenberg u. a. wegen Gefährlicher Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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