Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Einsatzfahrt zu Schlägerei: Streifenwagen kollidiert mit Pkw

Einsatz wegen Schlägerei mit Waffe

ASCHAFFENBURG. Bei einem Verkehrsunfall, der sich im Verlauf einer polizeilichen Einsatzfahrt ereignet hat, sind am frühen Freitagabend zwei Personen leicht verletzt worden.

Die Streifenbesatzung war mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Einsatz unterwegs, bei dem auch eine Schusswaffe im Spiel gewesen sein soll. Hierbei geriet das Polizeifahrzeug ins Schleudern und prallte in den Gegenverkehr.

Gegen 17:00 Uhr waren die Beamten der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in der Goldbacher Straße gerufen worden, bei der auch ein Mann mit einer Schusswaffe hantiert haben soll.

Mit Martinshorn und Blaulicht

Der 25-jährige Fahrer befuhr mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn die St 2312 in Richtung Aschaffenburg. Nachdem er an einem Verkehrsteilnehmer, der nach rechts Platz gemacht hatte, vorbeigefahren war, geriet das Polizeifahrzeug auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern. Anschließend prallte der Wagen mit der Beifahrerseite gegen einen entgegenkommenden VW.

Der 34-jährige Beifahrer des VW und die 24-jährige Beifahrerin des Dienst-Pkw erlitten durch den Aufprall leichte Verletzungen. Sie wurden in Krankenhäusern behandelt.

Ein Atemalkoholtest bei dem VW-Fahrer ergab einen Wert von rund 0,6 Promille. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach.

Angriff mit Schlagstock

Weitere Streifen, die sich unverzüglich auf den Weg zu der Auseinandersetzung in die Goldbacher Straße gemacht hatten, nahmen dort einen Tatverdächtigen fest. Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen ist ein 37-Jähriger im Zuge einer Streitigkeit mit einem 42-Jährigen aneinandergeraten. Offensichtlich hat der Beschuldigte bei seinem Angriff auf seinen Kontrahenten auch einen Schlagstock benutzt. Dieser wurde sichergestellt. Einer ärztlichen Behandlung des 42-Jährigen bedurfte es nicht.

Die Schusswaffe, mit der der Tatverdächtige ebenfalls gesehen worden sein soll, wurde nicht aufgefunden. Auch die Absuche mit einem Sprengstoffhund sowie die von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg angeordnete Wohnungsdurchsuchung bei dem 37-Jährigen verliefen negativ. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen noch an.

Der Mann muss sich jetzt wegen vorsätzlicher Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT