Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Der zweite Franken-Tatort: Schauplatz Würzburg

Tatort-Dreh in Würzburg

Am Institut für Anatomie der Würzburger Universität findet ein Doktorand einen Schädel, der nicht eingeordnet werden kann. Das alarmiert die Institutsleiterin Prof. Mittlich – Die ersten Szenen vom Dreh des neuen Franken-Tatorts in Würzburg sind schon gedreht. Auch im Raum Kitzingen an der Gerlachshäuser Schleuse wurde bereits gedreht. Und natürlich darf auch unsere schöne Festung nicht fehlen – Hier haben sich die Drehbuchautoren wohl einen romantischen Würzburger Klassiker abgeschaut, Kommissarin Wanda Goldwasser verbringt nämlich ein privates Date an der Festung. Noch bis Mitte August wird der Tatort in Franken gedreht, insgesamt neun Tage in unserer Mainmetropole.

Laut Angaben des BR fühlen sich die Darsteller in Würzburg sehr wohl und man hätte sich sofort gut eingelebt. Genossen wird vor allem die gemütliche Atmosphäre und das historische Ambiente der Stadt. Das Team werde überall sehr freundlich und warmherzig empfangen und man spüre, dass die Region den Franken-Tatort als etwas wirklich Eigenes erlebt.

Ca. 250 Stunden Dreharbeiten und vieles mehr ergeben einen Tatort

22 Darsteller und 30 Komparsen sind in kleinen Rollen am zweiten Frankentatort beteiligt. Aus 2.500 Bewerbern wurden zusätzlich noch ca. 150 Komparsen, wie etwa Passanten, ausgewählt. Darunter auch Lucas, der uns schon von seiner Rolle als Junggeselle erzählte. Insgesamt dauern allein die Dreharbeiten ca. 250 Stunden – Die Arbeitszeiten variieren natürlich je nach Aufgabenfeld des einzelnen Team-Mitglieds. Und dazu kommen noch fünf Wochen Vorbereitung, die Schnittphase sowie die Tonbearbeitung im Anschluss an die Dreharbeiten. Nicht zu vergessen ist die Drehbuchentwicklungsphase, die sich über Monate im Vorfeld der Projektarbeiten erstreckt. Ausgestrahlt wird der zweite Franken-Tatort voraussichtlich im Frühjahr 2016.

Als Franke beim Franken-Tatort

Beim zweiten Franken-Tatort ist übrigens ein „neuer“ Franke ist mit von der Partie: Die Rolle des Pathologen Lutz Kranich übernimmt Benjamin Griebel aus der Rhön. Griebel ist in Bad Kissingen geboren und wuchs in Bischofsheim am Fuße des Kreuzbergs auf. Nach vier Jahren Ausbildung an der Schauspielschule in Freiburg bekam er seine Festanstellung an der Badischen Landesbühne Bruchsal. 2012 gewinnt er in Thüringen den Theaterpreis „Caroline“ für die beste schauspielerische Leistung des Jahres. Nach sechs Jahren Bühnenerfahrung startete Griebel einen Neubeginn mit einem Bachelor- und Masterstudium in Psychologie.

Ein „Pathologe“ über seine Rolle

Was sind die größten Herausforderungen an Ihrer Rolle als Pathologe und was fällt Ihnen besonders leicht beim Dreh?

Benjamin Griebel: „Berufsroutine und Gelassenheit zu vermitteln bei gleichzeitiger innerer Anspannung ist z.B. so eine Herausforderung. Aber die Kollegen sind alle großartig. Da macht das Spielen Spaß und es fällt leicht, die Zeit zu vergessen. So ein Tag geht dann wahnsinnig schnell vorbei.“

Worin unterscheidet sich die Arbeit auf der Theaterbühne zum TV-Darsteller?

Benjamin Griebel: „Das Grund – Prinzip ist schon ziemlich dasselbe. Beim Drehen sind die Anforderungen ein wenig anders was das technische angeht. Hier ist beispielsweise genaues Wiederholen gefragt, um eine Szene aus verschiedenen Perspektiven zu filmen.“

Warum sollte man als Franke auf jeden Fall den nächsten Tatort anschalten?

Benjamin Griebel: „In Franken sind die Leichen am schönsten.“

Wie würden Sie folgenden Satz vervollständigen: „Der Franken-Tatort ist für mich …“?

Benjamin Griebel: „… jetzt schon irre spannend.“

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