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Dirk-Nowitzki-Stiftung: 50.000 Euro für gemeinnützige Projekte

Die Dirk-Nowitzki-Stiftung hat Geburtstag und Ihr habt Euch etwas gewünscht!

Aus allen Ecken in Deutschland sammelte die Dirk-Nowitzki-Stiftung zu ihrem 10-jährigen Jubiläum „Glück-Wünsche“ von gemeinnützigen Initiativen und Einrichtungen und erfüllte diese im Gesamtwert von 50.000 Euro mit Unterstützung ihrer Junior-Experten. „Nach 10 tollen Jahren haben nun die Kids das Sagen. Ich freue mich schon auf ihre Ideen und finde es toll, dass sie die Stiftung aktiv mitgestalten.“, so Dirk Nowitzki über die Aktion. 

Als Dirk Nowitzki seine Stiftung gegründet hat, war er davon überzeugt, dass Sport und Bewegung zu einer erfüllten Kindheit gehören. Besonders Mädchen und Jungen, die unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen, sollen ihre Fähigkeiten optimal entfalten können und aktive soziale Teilhabe erleben. Diese Überzeugung teilt die Stiftung mit vielen engagierten Menschen aus Initiativen und Einrichtungen, die Mädchen und Jungen mit tollen Ideen für Sport und Bewegung begeistern und ihnen spielerisch vielfältige Chancen für einen guten Start ins Leben ermöglichen. Zu Geburtstag soll die Überzeugung der ersten Stunde noch mehr Kraft entwickeln.

120 bewegte Glück-Wünsche

Zwischen März und Juni waren alle gemeinnützigen Initiativen dazu eingeladen, der Stiftung Glück-Wünsche zu schicken. Man wollten wissen, was sie sich wünschen, um jungen Menschen den Zugang zu erfahrungsreichen Sport- und Bewegungsangeboten zu ermöglichen und sie in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung voranzubringen. Mit Wunschende sind fast 120 bewegte Glück-Wünsche in einem Gesamtwert von fast 500.000 Euro in der Stiftung eingegangen.

Die Junior-Experten bestimmen über 50.000 Euro

Mädchen und Jungen sind Experten, wenn es um Ihre Lebensgestaltung geht. Sie wissen am besten, was sie brauchen, damit es bei ihnen gut läuft. Gerade ihre kindliche Meinung und jugendliche Sichtweise sollte nun entscheidungsrelevant sein. Man traute ihnen zu, kreativ, kompetent und verantwortlich zu bestimmen, welcher Wunsch in Erfüllung gehen soll. Unsere 10 Junior-Experten sind sportbegeisterte Mädchen und Jungen aus verschiedenen Initiativen in Würzburg und zwischen neun und fünfzehn Jahre alt.

Ergebnisse – die Junior-Experten haben entschieden

Bei brütender Hitze tagten am letzten Wochenende die Junior-Expertinnen und –Experten als Gremium der Dirk Nowitzki Stiftung in der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Der Geburtstagskuchen hätte fast eine halbe Million Euro groß sein müssen, um alle Glück- Wünsche erfüllen zu können. Umso wichtiger war für die Stiftung die tatkräftige Unterstützung unserer Junior-ExpertInnen, die mit schlauen Argumenten, ihrem gesunden Menschenverstand und kreativen Methoden ihre Entscheidung über die Verteilung der insgesamt 50.000 Euro getroffen haben.

Auswahlprozess

Die Grundlage für eine gute Entscheidung in der Gruppe war zunächst das Kennenlernen um Vertrauen zueinander zu entwickeln. Dabei half der erste Austausch darüber, wie Glück-Wunsch Projekte gestaltet sein müssen, damit sie eine finanzielle Unterstützung erhalten. Welche Anhaltspunkte gibt es, damit ich davon überzeugt bin: „Ja das Geld ist gut aufgehoben!“ Hier war z. B. ein wichtiger Aspekt, dass die Projektidee den Kindern und Jugendlichen Freude bereitet und der Sport im Mittelpunkt steht. Ein weiterer Gesichtspunkt war die Förderung von Projekten, die nicht viel Geld haben. Auch die Idee, nach dem Zufallsprinzip zu entscheiden, wurde eingebracht.

Auf erstaunte Nachfrage der anderen antwortete der Jugendliche: „Naja, die haben es doch eigentlich alle verdient!“ Das macht deutlich, wie toll die vielen Ideen waren und wie schwer es fiel, sich aktiv gegen etwas zu entscheiden. Im Wechsel von Phasen der Ideenvorstellung, Fragen klären, diskutieren und eine erste Einschätzung vornehmen, gab es mehrere Durchgänge der Punktevergabe um letztlich im Ampelsystem demokratisch abzustimmen. Der Beteiligungsprozess wurde von Cornelia Scharf, Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung aus Nürnberg moderiert.

Die Sicht der eigenen Rolle

Auf Nachfrage, wie die Junior-Expertinnen und –Experten ihre Rolle empfinden, waren sich alle einig, dass sie als kleine Gruppe eine große Verantwortung haben und das ein aufregender Prozess ist. Auch dass sie als Kinder bestimmen dürfen und nicht z. B. Profisportler nach ihrer Meinung gefragt wurden, fanden sie spannend und fühlten sich damit einflussreich.

Projekte, deren Wünsche in Erfüllung gehen

Letztlich können die Wünsche von 13 Projekten mit jeweils bis zu 5.000 Euro in Erfüllung gehen. Da ist z. B. das Netzwerk zwischen Grundschule und Turnverein in Breckenheim, das sich 850 Euro gewünscht hat, um einen Shuttlebus zum nächsten Schwimmbad für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule zu ermöglichen. Oder die Champions ohne Grenzen e. V. in Berlin, die für 5.000 Euro ein regelmäßiges Fußballtraining für Kinder und Jugendliche auf der Flucht anbieten. Aber auch die Heimat wurde mehrfach beglückt und so kann z. B. das Piratenschiff als Bewegungsspielgerät auf der Kinder- und Jugendfarm erweitert werden.

Soziale Teilhabe braucht aktive Beteiligung, weil die Stiftung davon überzeugt sind, dass Mädchen und Jungen

  • ein Recht auf Beteiligung und Mitwirkung haben und Entscheidungsräume dazu brauchen
  • eine grundsätzliche Neugierde und Interesse für bedeutsame Dingen mitbringen
  • mit ihren jeweiligen Fähigkeiten für das Wohlbefinden anderer beitragen
  • einen respektvollen, achtsamen und gleichwertigen Umgang verdienen Chancengerechtigkeit verbessern helfen
  • an Erwachsene wichtige Einsichten ihrer Lebenswirklichkeit vermitteln können
  • darin gestärkt werden, ihre eigenen Überzeugungen zu vertreten, partnerschaftlich auszuhandeln und Verantwortung zu übernehmen
  • die aktiv erlebbare Beteiligung als positive Erfahrung empfinden und sie zu weiterer Mitgestaltung motiviert

Diese Überzeugung wurde an den beiden Tagen mit den Junior-Expertinnen und –Expertinnen in jeder Hinsicht bestätigt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Dirk Nowitzki Stiftung. 

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