Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Starker Kickers-Auftritt gegen Wiesbaden

Ordentlich Druck in der zweiten Halbzeit

Die Würzburger Drittliga-Premiere endete mit einem torlosen Remis. „Ich bin absolut zufrieden mit meiner Mannschaft“, sagte Trainer Bernd Hollerbach nach dem 0:0 beim SV Wehen Wiesbaden. Der mainfränkische Aufsteiger hatte vor allem in der zweiten Halbzeit ordentlich Druck gemacht und war dem Sieg beim hessischen Mitaufstiegsfavoriten sehr nahe: „Wir haben bis zum Schluss auf Sieg gespielt, sind dafür aber leider nicht belohnt worden“, so Hollerbach, der mit Rico Benatelli, Richard Weil, Daniel Nagy und Royal-Dominique Fennell vier Neuzugänge in die Startelf beordert hatte. Mit Torwart Dominik Brunnhübner, Peter Kurzweg und Dennis Russ saßen weitere drei Neulinge auf der Bank.

Verletzungsbedingter Wechsel

In der Partie musste Wehen Wiesbadens Kapitän Kevin Pezzoni nach einem Zweikampf mit dem Würzburger Royal-Dominique Fennell nach nur drei Minuten vom Platz, für ihn kam Jonas Acquistapace. Auch die Würzburger waren nach der Pause gezwungen, verletzungsbedingt zu wechseln: Torwart Robert Wulnikowski hatte sich eine gute Viertelstunde vor Ende vertreten. „Aktuell sieht es nach einem Muskelfaserriss aus, vielleicht ist es aber auch nur eine Zerrung“, sagte Hollerbach. Für Wulnikowski kam Brunnhübner.

Nach 27 Minuten gab es eine erste knifflige Situation für Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus: Nach einer tollen Kickers-Kombination ging Daniel Nagy im Strafraum der Hessen zu Boden, die Unparteiische aber ließ weiterlaufen: SVWW-Akteur Marc Lorenz hatte erst den Ball gespielt, dann Nagy touchiert.

Beste Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit

Die Würzburger machten ihre Sache absolut gut, agierten mutig – so eben, wie sich Trainer Hollerbach das im Vorfeld gewünscht hatte. Je länger die Partie dauerte, desto selbstbewusster agierte der Neuling aus Mainfranken vor 2234 Zuschauern (darunter gut 400 aus Würzburg), der nach der Pause einige ganz dicke Chancen auf das erste Drittliga-Tor in der Klub-Historie besaß: Zunächst setzte sich Nagy gegen Acquistapace durch, tauchte frei vor dem SVWW-Kasten auf, doch Keeper Markus Kolke parierte im kurzen Eck (63.).

Fünf Minuten später hatte Kickers-Kapitän Amir Shapourzadeh die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aus kurzer Distanz wurde im letzten Moment noch abgeblockt. Und in der darauffolgenden Aktion war es der aufgerückte Richard Weil, der nach einer Ecke den Ball direkt nahm, doch Kolke war wieder auf dem Posten und parierte. Die Würzburger ließen nicht nach, drückten weiter aufs Gas: Ein Kopfball von Clemens Schoppenhauer strich über die Querlatte (69.) und ein Schuss von Dennis Russ verhedderte sich im vielbeinigen Wiesbadener Abwehr-Dickicht (71.). Vier Minuten vor dem finalen Pfiff war es Rico Benatelli, der im Duell mit Keeper Kolke nur zweiter Sieger blieb. DieGastgeber indes blieben in dieser Phase ohne nennenswerte Möglichkeit: „Trotzdem mussten wir immer auf der Hut sein, um nicht in einen Konter zu laufen“, sagte Hollerbach.

Auch Wehens Trainer Sven Demandt konstatierte nach dem guten Würzburger Auftritt, „dass bei uns ab der 60. Minute nicht alles rund gelaufen ist.“ Für Wiesbadens Linkausaußen Alf Mintzel, der ebenso wie Hollerbach aus Rimpar stammt, war es eine Partie, „in der wir am Ende zufrieden sein müssen, kein Tor bekommen zu haben. Dann muss man eben auch mit einem 0:0 leben“.

Aufstellung:

Wehen: Kolke – Funk, Wein, Geyer, Mintzel – Pezzoni (3. Acquistapace) – Schindler, Lorenz – Blacha – Schnelbacher (73. Mende), Mayer (90.+2 Benyamina).

Würzburg: Wulnikowski (73. Brunnhübner) – Demirtas, Schoppenhauer, Weil, Nothnagel – Fennell – Karsanidis (58. Haller), Nagy, Benatelli – Shapourzadeh, Bieber (69. Russ).

Schiedsrichterin: Steinhaus (Bad Lauterberg). Zuschauer: 2234.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation der Würzburger Kickers.

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