Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Unterstützung des Ehrenamtes im Bereich Asyl

Eine neue Initiative der bayerischen Staatsregierung

Der CSU-Landtagsabgeordnete Oliver Jörg hat eine kommunale Koordination des Ehrenamtes im Bereich Asyl initiiert. Die Initiative zielt auf die Unterstützung und Koordination ehrenamtlichen Engagements nicht nur in Würzburg, sondern in ganz Bayern ab. Die bayernweit bestehenden Koordinierungszentren für Bürgerschaftliches Engagement sollten zusätzlich mit Koordinatoren für den Ehrenamtsbereich Asyl verstärkt werden.

Diese Initiative wird von der Staatministerin Emilia Müller unterstützt. Die zuständige Fachabteilung des Bayerischen Staatministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration hat bereits ein Konzept für die hauptamtliche Ehrenamtskoordination im Bereich Asyl ausgearbeitet.

Bedarf an Koordinierung

In Bayern gibt es neben den staatlichen Einrichtungen sehr viele haupt- und ehrenamtliche Akteure in der Betreuung von Asylsuchenden. Neben den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und Einrichtungen der Kirchen sowie Städten, Gemeinden und Landkreisen, ist dies auch eine Vielzahl an Helfer- und Unterstützerkreisen, Runden Tischen und anderen privaten Initiativen. Angesichts der hohen Zugangszahlen an Asylsuchenden und der vielfältigen Aufgaben und Einsatzbereiche der Helferinitiativen trifft die außerordentlich große Hilfsbereitschaft der bayerischen Bevölkerung mitunter auf erhebliche Herausforderungen. Viele Stimmen signalisieren einen Bedarf an Koordinierung und insbesondere an einer strukturellen Unterstützung des Ehrenamts. Eine umfassende begleitende Ehrenamtskoordination wirkt sich zudem positiv auf die weitere Akzeptanz von Asylbewerbern und Flüchtlingen in der Bevölkerung aus.

Ehrenamtliche intensiver begleiten

Oliver Jörg setzt sich dafür ein, die Ehrenamtlichen im Asylbereich auch mit einem Angebot an Schulungen intensiver zu begleiten. Ein Netzwerk professioneller Begleitung der im Asylbereich bürgerschaftlich Engagierten könne beispielsweise das Angebot des Bürgermeisters von Dinkelsbühl einschließen, dort in einem ehemaligen Kloster ein bayernweites Schulungsangebot aufzubauen.

Die Planungen zielen darauf ab, hauptamtliche Ehrenamtskoordinatoren im Bereich Asyl zunächst modellhaft auf kommunaler Ebene in Bayern zu etablieren. Als nächster Schritt solle gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden das Verfahren abgestimmt werden, nach dem die Auswahl und Förderung interessierter Kommunen in Bayern stattfinden soll.

Die im Sozialministerium zuständige Fachabteilung hat hierfür im Rahmen der Sozialen Infrastruktur-Maßnahmen (Bayerischer Sozialfonds) Mittel in Höhe von 250.000 Euro p.a. für die Jahre 2015 und 2016 zugewiesen bekommen. Geplant ist, für die Einrichtung der hauptamtlichen Ehrenamtskoordinatorenstellen pro Haushaltsjahr an bis zu zehn Modellstandorten eine hälftige Finanzierung durch das StMAS für Personen- und Sachkosten. Die weitere Hälfte ist durch die Modellkommune zu erbringen. Sinnvoll scheint auf bayernweiter Ebene ein Mix aus Trägerschaften je nach vorhandenen örtlichen Strukturen. Wichtige Kriterien sind hierbei gute Kontakte und Vernetzung.

Asyl- und Flüchtlingsaufnahme gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Ausgehend von dieser Zielsetzung sollen die interessierten Kommunen dem StMAS Konzepte vorlegen, die geeignet sind, dieses Ziel mit folgenden Eckpunkten zu erreichen: Bestandsaufnahme, Bedarfsklärung, Entwicklung von Einsatzfeldern; Koordination der Ehrenamtlichen; Aufbau Koordination von Helferkreisen, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen, Schulung und Fortbildung.

Der Freistaat stellt sich mit dieser Initiative der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Asyl- und Flüchtlingsaufnahme und -betreuung und sendet ein starkes Signal in Richtung Ehrenamt aus, indem er diesem gemeinsam mit Kommunen strukturelle Unterstützung in Form von hauptamtlicher Ehrenamtskoordination anbietet.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von Oliver Jörg. 

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