Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

SDS Würzburg an Gewalt bei EZB-Eröffnung beteiligt?

Staatsschutz an der Uni Würzburg?

Der SDS (Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband, die politische Hochschulgruppe der Partei Die Linke, Anm. d.Red.) hat vor wenigen Tagen in einen offenen Brief auf seiner FB-Seite behauptet, der Staatsschutz setze die Hochschulleitung der Uni Würzburg unter Druck, um den SDS vom Campus zu drängen. Grund für den Eingriff sei ein Infostand des SDS zum G7-Gipfel gewesen, welcher offen für die Gegendemonstration warb. Später geplante Infostände des SDS wurden von der Hochschulleitung nicht mehr genehmigt. Sowohl der SDS als auch die Juso Hochschulgruppe kritisieren den Staatsschutz hierfür heftig.

SDS: „Feuer & Flamme dem Kapitalismus“

Nach Recherchen unserer Redaktion bezieht sich eine mögliche Überwachung aber keineswegs nur auf ausgelegte Flyer zum G7-Gipfel in Elmau. Vielmehr besteht der begründete Verdacht, dass Mitglieder des SDS Würzburg bei einem gewalttätigen Demonstrationszug gegen die EZB-Eröffnung am 18. März in Frankfurt teilnahmen. Zur Identifikation dient ein vom SDS Würzburg gefertigter Banner „Feuer & Flamme dem Kapitalismus“. Der Banner ist sowohl auf der eigenen FB-Seite zu sehen, als auch im vermummten schwarzen Block im Fernsehbeitrag „Krawalle bei EZB-Eröffnungsfeier“ in der ZDF-Sendung „heute journal“ vom 18. März ab Minute 0:59. ZDF-heute journal.

Verfassungsschutz: „Gewaltorientierte Linksextremisten“

Bereits im Jahr 2013 wird der SDS Würzburg im bayerischen Verfassungsschutzbericht erwähnt: „Am 30. Mai veranstalteten Aktivisten von DIE LINKE.SDS in Würzburg eine Spontandemonstration im Zusammenhang mit lokaler Hochschulpolitik. Dabei formierte sich in unmittelbarer Nähe ein ’schwarzer Block‘ von ca. 50 Personen. Die schwarz gekleideten Aktivisten schwenkten Fahnen der autonomen Antifa. DIE LINKE.SDS distanzierte sich nicht von den Demonstranten und tolerierte die gewaltorientierten Linksextremisten.“ (Vgl. Landesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2013, S. 161.)

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