Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Anwohnerparken in Würzburg – Mehr Parkausweise als -plätze?

Ein anonymer Gastbeitrag

Versteckte Beschilderung

Seit Jahren wohne ich in der Burkarderstraße, die eigentlich mit Anwohnerparkplätzen ausgeschildert ist, was aber von Keinem richtig wahrgenommen wird.

Wenn Ihr Euch die Bilder anschaut, dann werdet ihr auch erkennen, warum das so ist: Die Beschilderung ist so versteckt und klein an der Einfahrt zum Parkhaus Alte Mainbrücke angebracht, dass diese von niemanden wahrgenommen wird. Zudem ist auf dem Hinweisschild schon seit Monaten das Wort „Parkausweis“ durch irgendwelche Werbung überklebt. Ein Autofahrer sitzt links im Auto, die Schilder sind aber nur rechts an der Straße angebracht und werden somit schlicht übersehen.

Parkplatz? Fehlanzeige!

Durch die Lage an der Alten Mainbrücke und mehreren Publikumsmagneten (Brauhaus, Pizzeria, Sushi Bar Kham, Brückenbäck, Dönerladen, im Sommer dazu der Biergarten Goldene Gans) ist es für Anwohner, die für ein „Parkanrecht“ zahlen, oft und besonders an den Wochenenden unmöglich einen Parkplatz zu bekommen. Viele nutzen die Burkarderstraße auch um in der Stadt einzukaufen, oder auf die Festung zu gehen, weil sie kein Geld für das Parkhaus ausgeben wollen. Spricht man die Falschparker darauf an, wird man noch dumm von diesen angemacht.

Momentan ist es auch so, dass das Kham und die Pizzeria wieder ihre Außenterassen zur Bewirtung aufgebaut haben. Die Zwei dadurch wegfallenden Taxiplätze werden kurzerhand durch vier(!) Anwohnerparkplätze ersetzt! Wo ist da eine Logik zu erkennen, wenn keine Abhilfe geschaffen wird?

Ist ein Knöllchen nicht genug?

Bei der Verkehrsüberwachung bekommt man auch nur Ausreden, man wisse über die Situation Bescheid und man „würde schon genug Knöllchen dort schreiben.“ Das bringt aber den Anwohnern nichts, denn die Parkplätze sind dadurch auch weiterhin für Stunden belegt und man ist der Dumme, weil man keinen findet. Eine weitere Aussage, dass man ja an der Talavera parken könne, ist nicht tragbar, da man dann den dort Wohnenden die Parkplätze wegnimmt. Eine Auskunft, an wen man sich wenden könnte, bekommt man nicht!

Die zahlenden Anwohner sind nur noch genervt von der Situation! Mir kommt es auch so vor, dass die Stadt Anwohnerparkausweise ausstellt, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob überhaupt genügend Parkplätze vorhanden sind. Die Stadt sollte für eine ausreichend sichtbare Beschilderung auf beiden Straßenseiten sorgen und den notorischen Falschparkern mit härteren Mitteln gegenüber treten. Ein Knöllchen über 15 Euro juckt die Meisten überhaupt nicht mehr, Hauptsache sie können mit ihrem Auto immer direkt vor der Tür parken. Zahlende Anwohner können ja schauen, wo sie parken…

Hier kann man nur sagen: Würzburg macht keinen Spaß!

Und wie geht es Euch in dieser Hinsicht? Findet Ihr immer genügend Anwohnerparkplätze oder geht es Euch ähnlich wie unserem Gastautor? Wie sieht es dort mit der Beschilderung aus, leicht erkennbar oder gut versteckt? Hinweise und Bilder gerne an redaktion@wuerzburgerleben.de.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen oder sogar anstacheln – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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