Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Verhalten am Unfallort: Auf was muss ich achten?

Ein paar einfache Handgriffe entscheiden

Ersthelfer können Leben retten. Ein paar einfache Handgriffe entscheiden im Ernstfall nicht selten über Leben und Tod.

Die Angst, etwas falsch zu machen, ist dabei oft unbegründet. Denn der größte Fehler ist der, nicht zu helfen.

Außerdem: Wer in Notsituationen wegschaut, muss nicht nur mit einem schlechten Gewissen leben – bei unterlassener Hilfeleistung drohen Geld- und Haftstrafen.

Wer in Panik gerät, kann nicht helfen. Daher gilt am Unfallort stets: einen kühlen Kopf bewahren. Das ist nicht nur wichtig für den Anruf beim Rettungsdienst, sondern auch für den Umgang mit Unfallopfern.

Denn ein unsicheres Auftreten beunruhigt zusätzlich. Ein umsichtiges Handeln und besänftigender Zuspruch hingegen helfen Opfern in einer Notsituation.

Wer sich selbst in Gefahr bringt, kann niemandem helfen – und braucht im Notfall selbst Hilfe. Ob du mit dem Fahrrad, Motorrad oder Auto unterwegs bist: Stellt das Fahrzeug als Erstes in größerem Abstand zur Unfallstelle und sichert ab und schaltet die Warnblinkanlage ein.

Ziehe eine Warnweste an, um auf dich aufmerksam zu machen und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Steig vorsichtig aus deinem Fahrzeug aus und bleib möglichst am Fahrbahnrand oder hinter Schutzplanken.

Auch beim Herbeiwinken weiterer Hilfe solltest du vermeiden, die Fahrbahn direkt zu betreten.

Danach heißt es: Überblick verschaffen und ein Warndreieck aufstellen. Das Dreieck muss gut sichtbar und mit mindestens 100 Metern Abstand zur Unfallstelle platziert werden.

Auf der Autobahn oder unübersichtlichen Strecken sogar noch weiter, also mindestens im Abstand von zwei bis drei Leitpfosten.

Spätestens nachdem Sie die Unfallstelle gesichert haben, ist professionelle Hilfe gefragt. Unter 110 erreichst du Polizei und unter 112 den Rettungsdienst. Auch hier gilt der Grundsatz: auf die eigene Sicherheit achten!

Während du den Notruf absetzt, bist du hinter der Schutzplanke oder am Seitenrand der Fahrbahn am besten geschützt.

Ist kein Handy zur Hand, folge der schwarzen Pfeilmarkierungen auf den weißen Leitpfosten zu der nächsten Notrufsäule.

Beantworte beim Anruf in der Rettungsstelle die „W-Fragen“:

  • Wo ist der Unfall passiert?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Verletzte sind zu versorgen?
  • Welche Verletzungen haben die Betroffenen?

Versuche, wenn möglich, Verletzte hinter der Schutzplanke oder am Seitenrand der Fahrbahn in Sicherheit zu bringen, und achte dabei stets auf die eigene Sicherheit.

Was viele nicht wissen: Unverletzt wirkende Personen stehen häufig unter Schock oder können gar innere Verletzungen haben.

Beobachte und betreue daher alle Unfallbeteiligten. Führe bei Schwerverletzten nach deinen Möglichkeiten Wiederbelebungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen durch, bis professionelle Rettungskräfte vor Ort sind.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur – www.runtervomgas.de

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