Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburg wird wieder heiß am Wochenende!

Hitzerekord in Kitzingen

Der Sommer ändert in diesem Jahr des Öfteren seine Meinung. Am 5. Juli wurde in Kitzingen ein neuer Hitzerekord aufgestellt. 40,3 Grad gehen in die Geschichte ein als der bisher heißeste Tag Deutschlands seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Am gleichen Sonntag krachte es dann – im wahrsten Sinne des Wortes, ein schweres Unwetter suchte Mainfranken heim. Seitdem geht’s auf und ab mit den Temperaturen. Ab Donnerstag steht uns dann die nächste Hitzewelle bevor, es werden wieder Temperaturen jenseits der 30, ja sogar der 35 Grad, erwartet. Natürlich freuen wir uns über die heißen Sommertage und ehrlicherweise auch über die Abkühlung. Für den Körper sind die wechselnden Temperaturen aber nicht ohne.

Der Körper kühlt, die Leistungsfähigkeit nimmt ab

Das wechselnde Wetter stresst den Körper, denn er muss sich immer wieder neu akklimatisieren. Laut Allgemeinmedizinern würde das viele Menschen aggressiv, müde und schwach machen. Bei heißen Temperaturen, die die Körpertemperatur von etwa 37 Grad dieser Tage sogar häufig übertreffen, ist dieser ständig mit der Kühlung beschäftigt, v.a. durch Schwitzen. Außerdem weiten sich die Blutgefäße der Haut, der Blutdruck sinkt und der Kreislauf wird geschwächt. Die Leistungsfähigkeit nimmt daher in anderen Bereichen ab. So wird die Fähigkeit kontrolliert zu reagieren bei derartigen Temperaturen bei vielen Menschen gemindert. Man wird zunehmend gereizter, nimmt zu viel Nähe, wie beispielsweise im Bus, als einengend wahr und die Toleranzschwelle sinkt.

Wenn Ihr es wohl auch schon oft genug gehört habt, viel Trinken und leichtes Essen, wie Salate, sind an solchen Tagen sehr wichtig. Nicht nur der Flüssigkeitsverlust muss ausgeglichen werden, sondern auch der Verlust von Elektrolyten. Geschieht das nicht, reagiert der Körper mit Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Übelkeit und Erbrechen. Weitere Tipps, um einen „kühlen Kopf“ zu bewahren, findet Ihr hier.

Besondere Vorsicht

Vor allem kleinen Kindern, älteren Personen, aber auch Personen mit chronischen Erkrankungen und Durchblutungsbeschwerden, setzt die Hitze zu. Ältere Menschen akklimatisieren sich langsamer und verspüren kein so starkes Durstgefühl mehr. Darüber hinaus gibt es Medikamente, die die Thermoregulation des Körpers beeinträchtigen können. Laut Experten steigen bei Hitze auch die Ozonwerte, was vor allem Asthmatikern und Personen, die an chronischen Atemwegserkrankungen leiden, zu schaffen machen dürfte. Die Atmungssysteme werden nämlich gereizt und das Atmen fällt schwerer.

Im Ernstfall für Abkühlung sorgen

Bei Anzeichen von Benommenheit, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufschwäche und Erschöpfung ist Vorsicht geboten, dann sofort in eine kühlere Umgebung, etwas trinken und wenn möglich etwas salziges essen, z.B. Salzstangen (dies reguliert den Elektrolyt-Haushalt). Im Zweifel sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei einem waschechten Hitzschlag sollte umgehend der Notarzt gerufen werden. Dann kann der Körper durch Schwitzen nicht mehr ausreichend gekühlt werden, die Körpertemperatur kann dabei auf über 40 Grad ansteigen. Der Betroffene ist dann meist nicht mehr richtig ansprechbar, eventuell sogar bewusstlos. Die Person muss an einen kühlen Ort gebracht werden, etwas trinken und durch weitere Maßnahmen abgekühlt werden, wie etwa kalte Umschläge.

10 Tage bis zur Akklimatisierung

Circa 10 Tage dauert es übrigens, bis sich der Körper an solch hohe Temperaturen gewöhnt bzw. anpasst. Dann beginnt man schon früher zu schwitzen und der Körper scheidet über den Schweiß weniger Mineralien aus. Warum uns die Hitze in den hiesigen Breitengraden häufig anstrengender vorkommt, als im Urlaub, beantwortet der deutsche Wetterdienst gegenüber der Bild-Zeitung. Bei schwül-warmen Wetter wird der Körper noch höher belastet. Durch Schwitzen kann sich der Körper in diesem Fall nicht so gut abkühlen, wie bei trockener Hitze. Die Wärmebelastung werde daher nicht mit der tatsächlichen Luft-Temperatur bewertet, sondern mit der gefühlten Temperatur. Darüber hinaus würden die Temperaturen bei feuchter Hitze nachts nicht so stark abfallen, was wiederum die Erholung im Schlaf erschwert.

Tipps für’s Büro und den Badespaß

Viele Würzburger freuen sich schon auf die hohen Temperaturen in den nächsten Tagen und nutzen die Zeit, um sich im kühlen Nass aufzuhalten. Dafür haben wir Euch die Badeseen der Region in einer Übersicht zusammengestellt, aber Vorsicht: Auch beim Baden gilt es auf sich und seinen Körper zu achten. 

Wir schwitzen am heutigen Nachmittag noch etwas in unseren Büros weiter. Sollte es Euch genauso gehen, hat uns ein Experte für betriebliches Gesundheitsmanagement Tipps für das Büro bei dieser Hitze gegeben. Und wie es sich mit dem Dresscode am Arbeitsplatz bei hohen Temperaturen verhält, lest Ihr hier. 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT