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Gesundheitstipps für den Arbeitsplatz

In Würzburger Büros geht es die Tage wieder heiß her

Hitzerekorde in Mainfranken und Außentemperaturen von deutlich mehr als 30°C können Büroarbeit schon mal zur schweißtreibenden Qual werden lassen. Besonders betroffen sind Büroräume mit groß verglasten Fensterfronten ohne Möglichkeit zu jeglichem Sonnenschutz. Da ist jede Abkühlung sehnlichst willkommen. Der Würzburger Physiotherapeut und Experte für betriebliches Gesundheitsmanagement Danny Jörgensen gibt uns wertvolle Tipps und zeigt, auf was es wirklich ankommt, wenn man trotz Sommerhitze einen „kühlen Kopf“ bewahren möchte.

1. Ausreichend Trinken

2 Liter am Tag sind für gewöhnlich ausreichend. Ab einer Temperatur von 24°C jedoch schwitzen wir vermehrt und die Flüssigkeitsmenge sollte um 1 Liter gesteigert werden. Mit der Schweißbildung verlieren wir Flüssigkeit und wichtige Mineralien. Dieses Defizit gilt es wieder auszugleichen und durch ausreichend Flüssigkeitsaufnahme unsere Balance zu halten. Trinken wir nicht genug, so sinkt unsere Konzentration und Leistungsfähigkeit. Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte und ungesüßte Tees sind als Getränke ganz klar vorzuziehen. Am besten die Flasche Wasser auf dem Schreibtisch stehen lassen. So kann man am besten kontrollieren, ob man wirklich ausreichend getrunken hat.

Ganz nett findet unser Experte „Trinkerinnerungen“. Diese gibt es inzwischen in den unterschiedlichsten Varianten, wie z. B. ein Untersetzer der anfängt blau zu leuchten, wenn das Glas längere Zeit nicht bewegt wurde. Na dann, Prost!

2. Welche Lebensmittel tun unserem Körper gut?

Ganz natürlich verspüren wir an heißen Tagen weniger Appetit. Dennoch sollte man nicht gänzlich aufs Essen verzichten. Ratsam ist es kleinere Portionen gut verdaulicher Lebensmittel, wie Fisch, Salat, Geflügel oder Gemüse, über den Tag zu verteilen. Scharfe Speisen fördern die Schweißproduktion und wirken so einem Hitzestau entgegen. Obst regt aufgrund seines üppigen Zuckergehaltes den Durst an und sollte daher ehr gemäßigt verzehrt werden.

3. Lockerung des Dresscodes

Nicht zu eng anliegende Kleidung, luftdurchlässig und vorzugsweise aus Baumwolle. Für ihn: Wenns der Chef erlaubt – Hemden mit kurzen Ärmeln und eine Befreiung von Jackett und Krawatte. Für sie: Röcke ganz klar ja, lassen zwar mehr Luftzirkulation zu als eine lange Anzughose. Dennoch gehört der Feinstrumpf zum Business-Outfit, um ein ganzheitliches Bild zu schaffen (Stilberaterin Bettina Geißler)

Achtung: Flip-Flops, kurze Hosen und Spaghetti-Träger erfreuen nicht jeden Chef.

4. Lüften in den Morgenstunden

Fenster auf und durchlüften in den frühen Morgenstunden. In den Sommermonaten wird es oftmals schon am frühen Vormittag richtig heiß. Dann heißt es, Sonnenschutz runterlassen und die Fenster lieber wieder zu machen. Ganz besonders gilt diese Regel, wenn die Büroräume ostwärts liegen. Und ein kleiner zusätzlicher Tipp ein angenehmeres Raumklima: Schalten Sie elektrische Geräte, die nicht benötigt werden, ab.

5. Klimaanlage und Ventilatoren

Des einen Freund, des anderen leid, so gibt es wohl kaum mehr gegenläufige Meinungen wie bei der Klimaanlage und den Ventilatoren im Büro. Die ganz krassen Gegner der Klimaanlage dichten die „Virenschleuder“ auch mal gerne in Eigenregie ab. Nur bei unsachgemäß gewarteten Klimaanlagen kann es tatsächlich zu einer Verbreitung von Keimen kommen. Da die Luft aus der Klimaanlage nicht nur kühl, sondern bewusst entwässert ist, trocknen unsere Nasenschleimhäute aus und bieten ein günstiges Milieu für Erkältungsviren. Gut gewartet und nicht kühler als 21°C temperiert ist eine moderne Klimaanlage aber eher als unbedenklich zu betrachten.

6. Zugluft

Nicht ungefährlich steht es um die Zugluft. Gerade in den heißen Monaten mehrt sich eine muskuläre Verspannung der besonderen Art. „Ich hab mir da nen Zug geholt“ – Der Schmerz sitzt im Hals und Nacken und lässt sich wie folgt erklären. Bewegungsmangel und ungünstige Stoffwechselverhältnisse, wie sie häufig im Büro herrschen, begünstigen muskuläre Verspannungen im Hals und Nacken. Wenn wir nun Schwitzen und uns längere Zeit der Zugluft aussetzen unterkühlt der Muskel und in der Folgebewegung entsteht ein Trauma des Muskels mit mikroskopisch kleinen Verletzungen. Jetzt hilft nur Wärme, Massagen und lockeres Durchbewegen.

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