Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Rowdy gefährdet mehrere Verkehrsteilnehmer

Weitere Zeugen gesucht

HEIDINGSFELD. Der 34-jährige Fahrer eines dunkelblauen BMW sorgte gestern in den Abendstunden mit seiner verantwortungslosen Fahrweise für Aufsehen in Heidingsfeld.

Gegen 20.45 Uhr fiel der Fahrer auf, als er in der Budapester Straße mit quietschenden Reifen losfuhr. Um 22.15 Uhr fuhr er dann mit hoher Geschwindigkeit durch die Reuterstraße, missachtete ein Rotlicht und gefährdete einen 35-jährigen Fußgänger.

Danach schleuderte der BMW in der Wenzelstraße über die gesamte Fahrbahnbreite, wobei es fast zum Zusammenstoß mit einem Pkw kam.

Vor Jugendlichem zum Stehen gekommen

Mit hoher Geschwindigkeit ging es danach auf das dortige Tankstellengelände. Nach einem Abbremsmanöver kam der Raser dann knapp 10 cm vor einem 14-Jährigen Würzburger, der dort auf dem Boden saß, zum Stehen.

Nachdem nun der Jugendliche und weitere Personen ihre Mobiltelefone hervorholten, um die Polizei zu verständigen, wurden sie vom Fahrer des BMW bedroht.

Der 23-jähriger Beifahrer stieg aus dem Fahrzeug und ging mit erhobenen Fäusten auf einen 37-Jährigen Passanten los, der sich als Polizeibeamter (in Freizeit) zu erkennen gab. Der BMW-Fahrer flüchtete unterdessen.

In den Bauch gebissen

Der Polizeibeamte konnte den Angreifer überwältigen und bis zum Eintreffen einer Streifenbesatzung festhalten. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass er während des Gerangels von dem wütenden Beifahrer in den Bauch gebissen wurde.

Auch die hinzugekommenen Polizeibeamten mussten Beleidigungen über sich ergehen lassen.

Da der Proband offensichtlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme an. Weiterhin wurde er in eine Ausnüchterungszelle verbracht. Auf ihn wartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Festnahme am Heuchelhof

Die weiteren polizeilichen Ermittlungen führten schließlich zur Festnahme des BMW-Fahrers. Zunächst konnte dessen Pkw ohne Kennzeichen auf einem Stellplatz in der Budapester Straße festgestellt werden.

Da die Wohnungstüre nicht geöffnet wurde und eine Durchsuchungsanordnung der Staatsanwaltschaft eingeholt worden war, erfolgte ein gewaltsames Eindringen in die Wohnung.

Völlig ahnungsloser Fahrer

Der Tatverdächtige gab sich völlig ahnungslos. Mit den in der Wohnung aufgefundenen Fahrzeugschlüsseln konnte der BMW geöffnet werden. Im Kofferraum lagen die bei der Tat benutzten Kennzeichen, welche mit gefälschten Zulassungsstempeln versehen waren.

Ein weiterhin im Kofferraum aufgefundener Benzinkanister und ein Schlauch lassen vermuten, dass wohl ein Benzindiebstahl geplant war. Weiterhin muss noch ermittelt werden, ob der BMW-Fahrer eine Fahrerlaubnis besitzt. Zudem stand der 34-jährige Würzburger auch noch augenscheinlich unter dem Einfluss von Drogen.

Drogen bei Durchsuchung sichergestellt

Bei der Wohnungsdurchsuchung wurde eine geringe Menge Marihuana und Amphetamin aufgefunden und sichergestellt.

Das gegen ihn eingeleitete Ermittlungsverfahren umfasst u.a. Straftaten nach dem Strafgesetzbuch wie Straßenverkehrsgefährdung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Urkundenfälschung und Bedrohung sowie ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.
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