Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Polizei macht „Campuslichtern“ das Licht aus

Kritik des Sprecherinnen- und Sprecherrats

Der Sprecherinnen- und Sprecherrat der Uni Würzburg übt harsche Kritik an der Stadt Würzburg. Wegen eines erst am Veranstaltungstag eingegangenen Bescheids, habe das Sommerfest „Campuslichter“ nicht wie geplant bis 2 Uhr stattfinden können, sondern mußte von der Polizei  um 24 Uhr beendet werden, so der Vorwurf der Organisatoren an die Stadt auf der eigenen FB-Seite.

Sommerfest der Studierendenvertretung

Die Studierendenvertretung behauptet dort, schon vor mehreren Wochen bei der Stadt Würzburg die Genehmigung der Veranstaltung beantragt zu haben: „Der aus dem Antrag folgende Bescheid wurde am 29.6.2015 erlassen und erreichte die Studierendenvertretung erst am Tag der Veranstaltung.“ Dieser Bescheid hätte das Spielen von Musik nur noch bis 22 Uhr genehmigt, die Ausschank von Getränken bis 23 Uhr. Beantragt war laut Organisatoren Musik bis 1 Uhr und die Ausschank bis 2 Uhr des Folgetags gewesen.

Polizei vor Ort 

„Kurz vor 23 Uhr kam es zu einer Diskussion zwischen Polizei und Organisationsteam. Angesichts mehrerer tausend Besucherinnen und Besucher ließ sich die Polizei auf den Kompromiss ein, die Veranstaltung zumindest bis Mitternacht noch stattfinden zu lassen. Bei einer Überschreitung dieser Vorgabe drohte sie mit einer Anzeige.“, so die Beschreibung des Sprecherinnen- und Sprecherrats.

Statement der Stadt Würzburg

Wir haben bei der Stadt Würzburg nachgefragt und von der Pressestelle folgende Antwort bekommen: „In Sachen Campuslichter stellt sich die Situation unsererseits wie folgt dar:

Die Veranstaltung wird jährlich durchgeführt und nach § 12 GastG als vorübergehender Alkoholausschank genehmigt. Die Uhrzeiten, die vorgegeben werden, entsprechen dem geltenden Stadtratsbeschluss vom 21.5.1996, der 22 Uhr für Musik im Freien und 23 Uhr als Betriebszeitende bei Vereinsfesten und Veranstaltungen der Gastronomie vorgibt.

Die Veranstaltung Campuslichter wird nach Anmeldung nur im Freien durchgeführt. Im Übrigen wurden bereits nachweislich seit mindestens 2012 (solange wir zurückblicken können) die gleichen Zeiten vorgegeben. Lediglich in 2012 wurde für eine Indoor-Veranstaltung (wird seitdem nicht mehr beantragt) einmal 2 Uhr genehmigt, draußen aber die gleichen Uhrzeiten.

Uhrzeiten wurden kommuniziert

Grundsätzlich könnte man über eine Ausnahme von dieser Uhrzeitregelung verhandeln (natürlich gibt es in Würzburg zahlreiche Musikveranstaltungen, die bis zu einer späteren Stunde genehmigt sind). Im konkreten Fall wurde der Veranstalter jedoch – vor der Zustellung des schriftlichen Bescheids – telefonisch über die Uhrzeiten informiert und ließ hierbei nicht erkennen, dass dieser zeitliche Rahmen nicht in Ordnung wäre.

Insofern wundern wir uns, wenn uns nun massive Kritik über die Medien erreicht. Wir bitten, das nächste Mal klar zu kommunizieren, welcher Bedarf besteht. Dies ist noch kein Garant für die spätere Genehmigung, aber naturgemäß die Grundvoraussetzung, um eine einvernehmliche Lösung zu erreichen.“

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