Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Fahndungserfolg: Polizei nimmt mutmaßliche Schleuser fest

Flüchtlinge eingeschleust

WÜRZBURG. Bei der Kontrolle eines Fahrzeuges mit italienischer Zulassung haben Fahnder der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried am Montagnachmittag auf der A 3 zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, sechs Syrer ohne Pass und Aufenthaltstitel ins Bundesgebiet eingeschleust zu haben.

Gegen 13.00 Uhr sind die Beamten im Bereich der Autobahn auf einen mit insgesamt acht Personen besetzten Pkw mit italienischer Zulassung aufmerksam geworden. Die Fahnder schöpften sofort den Verdacht, dass mit den Insassen irgendetwas nicht stimmte und zogen den Peugeot an einer Tankrastanlage bei Würzburg aus dem Verkehr.

Keinen Reisepass oder Aufenthaltstitel

Bei der folgenden Kontrolle der Insassen gaben insgesamt sechs Mitfahrer an, aus Syrien zu stammen. Die mutmaßlichen Flüchtlinge im Alter zwischen 14 und 57 Jahren konnten weder einen Reisepass, noch einen Aufenthaltstitel vorweisen. Es besteht der Verdacht, dass die Syrer von dem 35-jährigen Fahrer und dem Beifahrer im Alter von 22 Jahren ins Bundesgebiet eingeschleust wurden. Aufgrund des dringenden Tatverdachts wurden die aus Italien stammenden Männer vorläufig festgenommen.

Unter Drogen gefahren

Zudem stellten die Beamten bei dem Mann am Steuer während der Kontrolle drogentypische Merkmale fest. Da sich der Verdacht nach einem durchgeführten Drogenschnelltest erhärtete, musste der 35-Jährige noch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen.

Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg übernommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg werden die beiden Tatverdächtigen voraussichtlich im Laufe des Dienstags dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Würzburg vorgeführt.

Die sechs Syrer, gegen die wegen Verstößen nach dem Aufenthaltsgesetz ermittelt wird, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Männer machten sich auf den Weg zur Erstaufnahmeeinrichtung nach Zirndorf, um in der Folge einen Asylantrag zu stellen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.
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