Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Arbeitsmarkt Juni 2015

Saisonale Einflusse und Nachfrage

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk ist im Zuge der zu Ende gehenden Frühjahrsbelebung nochmals spürbar um 290 auf 7.800 arbeitslose Frauen und Männer gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch genau drei Prozent. Der regionale Arbeitsmarkt hat sich im ersten Halbjahr 2015 zufriedenstellend entwickelt und das Niveau gegenüber Juni 2014 wurde um 760 Betroffene (-9 Prozent) unterschritten. Neben saisonalen Einflussfaktoren hat der Arbeitsmarkt insbesondere von der wachsenden Nachfrage im Inland profitiert. Aufgrund der guten Arbeitsmarktlage und der Einkommenszuwächse hatten die Verbraucher mehr Geld zur Verfügung.

Weiter auf Erfolgskurs

Eugen Hain, Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg, zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Geschehen und zieht eine positive Halbjahresbilanz: „Der Arbeitsmarkt in der Region ist unverändert auf der Erfolgsspur. Von tatsächlichen oder – wie teilweise in der Fachwelt diskutiert – prognostizierten Eintrübungen der Konjunktur spürt man nichts. So können wir beruhigt in die Sommermonate gehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass uns die aktuellen „Irrungen und Wirrungen“ um Griechenland völlig kalt lassen. Die heimische Wirtschaft kommt allerdings robust daher und ist breit aufgestellt. Die Kauflaune der Bürgerinnen und Bürger ist ungebrochen. Das sind keine schlechten Voraussetzungen, um auch mal Turbulenzen erfolgreich die Stirn zu bieten.“

Zugänge auf dem Niveau des Vorjahres

Im Berichtsmonat meldeten sich 2.280 Frauen und Männer arbeitslos. Hiervon waren 880 zuvor erwerbstätig (Vorjahr: 900), 570 beendeten eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung (Vorjahr: 560) und 760 waren nicht erwerbstätig (Vorjahr: 840). Die Arbeitslosigkeit beendeten im aktuellen Berichtsmonat 2.560 Personen. Das waren 50 mehr als im Juni des Vorjahres. In eine neue Beschäftigung mündeten 980 und in eine berufliche Qualifizierung 530 Personen ein. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus von 160 bei den Beschäftigungsaufnahmen und von 20 bei den Eintritten in eine Aus- oder Weiterbildung.

Arbeitskräftenachfrage deutlich höher

Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf einem soliden Niveau. Im Juni waren 3.600 Arbeitsstellen im Agenturbezirk gemeldet, 900 mehr als vor einem Jahr (+33 Prozent). Insgesamt sind 1.270 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zugegangen. Das ist ein Plus von 250 oder 24 Prozent im Vorjahresvergleich. Besonders gesucht wurden Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Verkauf, Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Gesundheit, Lebensmittelherstellung sowie Verkehr und Logistik.

Entwicklung der Personengruppen

Wie schon im Mai ist die Arbeitslosigkeit bei nahezu allen betrachteten Personengruppen weiter gesunken. Bei den unter 25-Jährigen um zwölf Prozent, bei den über 55-Jährigen und Langzeitarbeitslosen um elf Prozent und bei den Schwerbehinderten um rund acht Prozent gegenüber Juni des Vorjahres. Entgegen der allgemeinen Entwicklung ist dagegen die Arbeitslosigkeit ausländischer Arbeitnehmer um fast vier Prozent angestiegen. In der Summe wurden 630 Jüngere unter 25 Jahre gezählt, 1.880 über 55-Jährige, 2.210 Langzeitarbeitslose, 780 Schwerbehinderte und 1.330 Nichtdeutsche.

Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Bewerber, die für den Herbst 2015 eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2014 bis Juni 2015 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet haben, fällt mit 3.470 um 60 höher aus als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ist auch die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen gestiegen und zwar um 160 auf 3.810. Aktuelle waren 1.350 Ausbildungsstellen (Vorjahr: 1.300) noch unbesetzt. Dem standen 1.060 (Vorjahr: 1.030) Jugendliche gegenüber, die noch unversorgt waren. Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Es bleibt abzuwarten, wie er sich bis zum Bilanzzeitpunkt Ende September entwickeln wird.

Regionale Entwicklung

Die Arbeitslosenquoten in den drei Landkreisen des Agenturbezirkes und dem Stadtgebiet Würzburg sind um jeweils 0,3 Prozentpunkte niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Im Vormonatsvergleich ergibt sich mit Ausnahme des Landkreises Kitzingen ein Rückgang um jeweils 0,1 Prozentpunkte – in Kitzingen um 0,2 Prozentpunkte. Die niedrigste Quote konnte erneut Main-Spessart mit 2,1 Prozent vorweisen (1.560 Arbeitslose). Für den Landkreis Würzburg errechnete sich eine Quote von 2,2 Prozent (1.970 Arbeitslose) und für den Landkreis Kitzingen von 2,7 Prozent (1.380 Arbeitslose). Auf der Basis von 2.900 Arbeitslosen betrug die Quote für das Stadtgebiet 4,1 Prozent)

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Würzburg.

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