Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Polizeibeamte geschlagen und Feuerwehrmann angegriffen

Geschlagen, bespuckt und gebissen

WÜRZBURG. Mehrere Polizeibeamte und sogar ein Feuerwehrmann sind am Wochenende bei drei Vorfällen im Stadtgebiet körperlich und verbal angegriffen worden. Bei den Tätern spielten Alkohol oder Medikamenteneinnahmen wesentliche Rollen.

Der erste Vorfall ereignete sich am Freitag, gegen 13:25 Uhr am Marktplatz. Ein stark alkoholisierter 31-Jähriger war bereits mehrfach aufgefallen, weil er betrunken war.

Als er ein Ladengeschäft nicht verlassen wollte und auf das Ansprechen durch uniformierte Polizeibeamte nicht reagierte, erklärten die Polizisten ihm, dass sie ihn zum Schutz für sich und andere mitnehmen wollten. Darauf reagierte der 31-Jährige aber nicht kooperativ, sondern bedrohte die Beamten mit seinen Fäusten.

Diese brachten den aggressiven Mann dann zur Abwehr des Angriffs mit einfacher körperlicher Gewalt zu Boden und fesselten ihn vorsorglich. Dabei und auch später noch beleidigter er die Einsatzkräfte auf üble Art und Weise. Im Streifenwagen, der ihn zur Dienststelle der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt bringen sollte, bespuckte er ohne Vorwarnung einen weiteren Polizeibeamten. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Feuerwehrmann geschlagen

Am Samstagmorgen erhielt die Polizei die Mitteilung, dass in der Kärrnergasse aus der Decke einer Wohnung Wasser tropfte. Die Mieterin hatte sich an die Eigentümerin gewandt, die sich Sorgen machte, weil der obere Bewohner nicht antwortete und sie Schlimmes befürchtete. Bei Eintreffen einer Polizeistreife war die Feuerwehr bereits vor Ort und wollte die erforderlichen Hilfsmaßnahmen einleiten.

Wie sich dabei herausstellte, ist ein 46-jähriger Feuerwehrmann von dem 50-jährigen betroffenen Wohnungsinhaber beim Versuch, die Türe zu öffnen, heftig auf den Arm geschlagen worden. Der Floriansjünger erlitt dabei Verletzungen am Arm und an der Hand.

Polizeibeamte mit der Faust geschlagen

Auf Aufforderung der Polizeibeamten öffnete der 50-Jährige die inzwischen wieder geschlossene Türe und ließ die Beamten herein. Dann zog er die Türe erneut zu und baute sich drohend vor den Polizisten auf. Die Aufforderung, die Türe für die Feuerwehr zu öffnen, damit diese nach der Ursache des Wasseraustritts in der Wohnung darunter schauen könnten, quittierte er mit plötzlichen Faustschlägen gegen die Polizisten.

Dabei wurde ein 23-jähriger Polizeibeamter im Gesicht verletzt. Der zweite Beamte wehrte die Angriffe auf sich mit Blocktechniken ab. Gemeinsam gelang es den Ordnungshütern dann aber rasch, den Aggressor zu Boden zu bringen und zu fesseln. Anschließend musste er die Beamten zur Dienststelle begleiten.

Wie sich später herausstellte, stand der Beschuldigte möglicherweise unter Einfluss von Medikamenten oder berauschenden Mitteln. Er wurde nach Durchführung einer Blutentnahme wieder auf freien Fuß gesetzt. In der Wohnung stellten die Beamten einen Behälter mit unbekannten Tabletten sicher.

„Bissige“ Würzburgerin

Recht bissig zeigte sich eine 18-Jährige Würzburgerin, die am Samstag, gegen 05:00 Uhr, am Kürschnerhof mehreren Zeugen auffiel, die richtigerweise die Polizei verständigten. Zunächst stand im Raum, dass die Frau von zwei Männern bedrängt würde. Bei Eintreffen der Polizeistreifen stellte sich aber dann heraus, dass die Aggression von der jungen Dame ausging. Sie war offenbar in Begleitung und mit dem Zusammentreffen einiger Personen einer anderen Gruppe nicht einverstanden. Sie beleidigte einige Anwesende kräftig und es entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung in mehreren Etappen. Sie geriet in dem Gemenge derart in Rage, dass sie einen 21-Jährigen und einen 19-Jährigen biss.

Auch vor dem Knie eines 24-jährigen einschreitenden Polizisten machte sie nicht halt und hinterließ dort eine Bisswunde. Zwei Begleiter der jungen Frau erlitten Prellungen und andere kleine Verletzungen. Auch ein unbeteiligter Passant, der lediglich schlichten wollte, wurde Opfer einer Beißattacke der Beschuldigten und gleich zweimal in Arm und Hand gebissen. Wie sich später herausstellte, hat auch hier der offenbar übermäßige Genuss alkoholischer Getränke maßgeblich zu dem Fehlverhalten der jungen Dame beigetragen, denn sie hatte 1,32 Promille im Blut. Sie wurde anschließend in die Obhut Verwandter übergeben.

Die Beschuldigten werden sich in nächster Zeit wegen Beleidigung, Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und ihnen Gleichstehende zu verantworten haben. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt führt die Ermittlungen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT